Da der Übergrifflichkeiten-Thread sich ursprünglich mehr um reale Übergriffe dreht, die meisten aber hier sowas weder direkt noch indirekt je erlebt bzw. gesehen haben, bleibt meist nur die Frage, wie man mit solchen Problemen im Spiel umgeht - also ohne physischen Kontakt bzw. dem Fokus darauf.
Tja, also dann...
Sexuelle Gewalt hat in meinen Rollenspielrunden nichts, und zwar GAR NICHTS zu suchen.
Ich will das nicht.
Ich mag das nicht.
Ich kann das nicht.
Folter hat in meinen Runden periphär und dann wenig zu suchen.
Ich stelle das, wenn überhaupt, abstrahiert dar.
Mehr will ich nicht.
Mehr mag ich nicht.
Mehr kann ich nicht.
Gewalttätige Kampfbeschreibungen gibt es in meinen Runden wenige.
Wir beschreiben, was das für ein Schlag in welche Region gewesen ist und was das Resultat daraus ist.
Mehr nicht.
Ich brauche das nicht.
Die Gewalt in der realen Welt ist mir schon zuwider. Wem das nicht reicht, der könnte mal in liveleaks reinschauen. Dafür bin ich zu sensibel, um das dann noch in meinen Rollenspielrunden zu intensivieren, vertiefen oder phantastieren.
Ich denke, dass der astrakte Grad an Gewalt in Rollenspielen genau richtig ist.
Übergriff ist Übergriff. Die Reaktion, ein klares Nein, sollte also dieselbe sein. Ob in oder outgame.
@Haukrinn: Out- und In-Game-Unterschiede hin oder her, aber für mich als Frau ist es emotional kein großer Unterschied, ob mir jemand auf der Straße hinterherruft, dass ich geile Titten hätte oder ob mir in einer Spielrunde einer erzählt, mein Charakter müsste jetzt mit einem anderen Charakter schlafen, weil der eben Mind-Control hätte (fangen wir mal mit Ork-Gangrapes gar nicht an). Ich fühle mich ausgeliefert, ich werde in eine Situation gezwungen, die mir unangenehm ist und der ich mich nicht problemlos entziehen kann.
Klar kann man Sicherungen einbauen, aber das ist dann ein ganz anderer Fall als in den erwähnten Beispielen. Klar ist das was anderes als betatscht oder sogar vergewaltigt zu werden. Aber es ist in _meinem_ Bekanntenkreis unter Rollenspielerinnern eben die häufigste Form von sexueller Übergriffigkeit und eine, die speziell auf das Hobby bezogen ist - und da geht es Beileibe nicht immer nur um Schüchternheit oder soziale Inkompetenz, sondern darum, einen anderen Menschen gegen seinen Willen in eine sexuell aufgeladen Situation zu zwingen, weil es einem gefällt. Es wäre schön, wenn wir das nicht unterschätzen könnten. Das kann wirklich widerlich sein.
Ansonsten leite ich meine Runden grundsätzlich (d.h., es sind seltene Ausnahmen möglich) mit Altersfreigabe 12 und damit fühle ich mich wohl.Die "Altersfreigabe" im Hinterkopf zu halten ist vielleicht schonmal ein guter Ansatz (gerade auch fuer "oeffentliche" Veranstaltungen wenn z.B. mal "Kiddies" irgendwo rumlaufen koennen ;) ).
Das war für alle okay.
Was das Thema Vergewaltigung/ Folter/Mißbrauch/ etc.... im Rollenspiel angeht, halte ich das als SL folgendermaßen:Wobei sich mir da dann die Frage wieder stellt: Dürfen NSCs SCs auch foltern? Aber damit wären wir dann wieder bei der Diskussion um die "Handlungsübernahme" über einen SC . Bzw. es gab hier vor Jahren mal einen Thread, ob der SL mit SCs all das machen darf, was die SCs mit NSCs so anstellen. Ich finde ihn nur gerade nicht mehr.
- Vergewaltigung/ Folter/ Mißbrauch von SC´s nur auf deren direkten und persönlichen Wunsch (ja, das hab ich schon erlebt)
Einen Übergriff nur In-Game gibt es für mich nicht.
In einem Spiel, an dem ich gerade arbeite gibt es ein paar Halblinge, die sich die Fußlecker-Bande nennen.
Wenn die Abenteurer gegen sie verlieren, müssen sie ihnen (Zitat) "richtig schön die Füße lecken" und verlieren 1 Ehre.
Wem wäre das in dieser Form als Spielgegenstand zu hart?.
Da der Übergrifflichkeiten-Thread sich ursprünglich mehr um reale Übergriffe dreht, die meisten aber hier sowas weder direkt noch indirekt je erlebt bzw. gesehen haben, bleibt meist nur die Frage, wie man mit solchen Problemen im Spiel umgeht - also ohne physischen Kontakt bzw. dem Fokus darauf.
In einem Spiel, an dem ich gerade arbeite gibt es ein paar Halblinge, die sich die Fußlecker-Bande nennen.
Wenn die Abenteurer gegen sie verlieren, müssen sie ihnen (Zitat) "richtig schön die Füße lecken" und bekommen 1 Punkt Ehre abgezogen.
Wem wäre das in dieser Form als Spielgegenstand zu hart?.
Wie schon im anderen Thread gesagt: Für mich gibt es da keine eindeutigen inhaltsbestimmten Regeln für "Erlaubtes" und "Unerlaubtes", nur das Gebot der Achtsamkeit.
Wem wäre das in dieser Form als Spielgegenstand zu hart?.
[...] Es gibt z.B. das hervorragende, exploitation-lastige Delta Green-Szenario "Lover in the Ice", in dem eine cronenberg-esque Verbindung von Sex und Gewalt vorkommt.Das habe ich mir mal durchgelesen. Fällt in die Klasse "Traumatisiert auch ohne Vorgeschichte" O_o
Das habe ich mir mal durchgelesen. Fällt in die Klasse "Traumatisiert auch ohne Vorgeschichte" O_o
Wenn man jetzt so etwas, oder Unknown Armies anfängt, wo heikle Themen durchaus mal zentrale Plotelemente sein können, wie reagiert ihr da, wenn sich im Verlauf jemand meldet, weil er/sie es schlicht nicht mehr aushalten?
Gerade bei UA stelle ich mir vor, dass der erfahrene Rollenspieler denkt "Hey, wir spielen UA, da gibt ja jeder, der der Runde beitritt, implizit sein Einverständis zu Squick (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/Squick). " aber es kommt halt jemand ohne so eine Vorbildung dazu, und ist irgendwie falsch gebrieft worden. Und dann versucht man kein Spielverderber zu sein (gerade als Newbie), usw...
Ist mir im Rollenspiel noch nie passiert, hatte ich allerdings mal bei einem Filmabend, wo nach der Hälfte jemand signalisiert hat, dass es ihm zu viel ist. Wir haben dann abgeschaltet und was anderes geschaut. Würde ich im Rollenspiel auch so machen und die Session dann mit dem Rest an einem anderen Termin weiterspielen. Auf gar keinen Fall würde ich jemanden in so einem Fall nach Hause schicken und weiterspielen.
Gerade bei UA stelle ich mir vor, dass der erfahrene Rollenspieler denkt "Hey, wir spielen UA, da gibt ja jeder, der der Runde beitritt, implizit sein Einverständis zu Squick. " aber es kommt halt jemand ohne so eine Vorbildung dazu, und ist irgendwie falsch gebrieft worden. Und dann versucht man kein Spielverderber zu sein (gerade als Newbie), usw...
Dass der Mechnismus des Vorher-Absprechens/Abschätzens auch da nicht greift, war auch mein Hintergedanke.
Was soll "sexualisierte Gewalt" denn nun eigentlich umfassen?
Meg Baker und Emily Care haben sich damit mal auseinandergesetzt und die Prinzipien "nobody gets hurt" und "I will not abandon you" beschrieben:
http://fairgame-rpgs.com/index.php/fairgame/thread/32
Was soll "sexualisierte Gewalt" denn nun eigentlich umfassen?
Und reden wir bei "ungewollte Avancen" nun über ein Weitermachen nach einem "nein" oder schon über den Versuch selbst?
Das ist ein ganz interessanter Artikel, ja. Generell würde ich mich wohl mit NGH wohler fühlen, aber ich kann auch die potentielle Anziehungskraft von IWNAY zumindest im Prinzip gut nachvollziehen.
Was soll "sexualisierte Gewalt" denn nun eigentlich umfassen?Ich befürchte, dass wir hier leider in einer fiesen Grauzone sind, denn Gewalt ist (so wie ich es gelernt habe) erstmal so zu definieren, das alles was auf eine Weise geschieht das ein oder mehrere Beteiligte keinen regulierenden Einfluß darauf haben, Gewalt ist.
Und reden wir bei "ungewollte Avancen" nun über ein Weitermachen nach einem "nein" oder schon über den Versuch selbst?
Und reden wir bei "ungewollte Avancen" nun über ein Weitermachen nach einem "nein" oder schon über den Versuch selbst?
Uaah, kann bitte jemand diese Dose wieder zumachen? Sonst ist der Thread in spätestens 10 Posts für immer zu. Bleiben wir lieber bei "Wenn jemand am Tisch ein Problem hat, ist es ein Problem für die Gruppe" oder so.(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Uaah, kann bitte jemand diese Dose wieder zumachen? Sonst ist der Thread in spätestens 10 Posts für immer zu. Bleiben wir lieber bei "Wenn jemand am Tisch ein Problem hat, ist es ein Problem für die Gruppe" oder so.Ich denke der Kontext hier ist doch schon der, dass wenn jemand sich unwohl fühlt, das eine Grenze darstellt. es ist doch auch OK einfach mal darzulegen, das eine Grenzüberschreitung passieren kann, und das beste ist dann sich zu Entschuldigen und darauf folgend einfach umsichtiger mit der Thematik/ Person umzugehen. Ich find den Vergleich mit dem heruntergefallenem Hammer da sehr passend. Kann halt passieren im Prozess des Kennenlernens das man anderen zu nahe tritt, und dann hilft halt ein Schritt zurück und ein Zeichen des Verständnis und der Akzeptanz um weiterhin Rwespektvoll miteinander umzugehen.
Verkompliziere ich die Sache eigentlich sehr, wenn ich an dieser Stelle erwähne, dass ich mich an mindestens eine sehr tolle Runde erinnere, in der heftig geflirtet wurde (in Game und auch am Tisch), was die Runde halt gerade so toll machte? Das ist natürlich wieder so ein Speakers Corner-verdächtiger Punkt. Erlaubtes/willkommenes Flirten vs. Übergriff, was darf man(n) und was nicht... und dann wird der Freund eifersüchtig und dann heißt es "das waren doch nur die Charaktere"... ein Sumpf. ;)ICh sage Dose (der Pandora), du sagst Sumpf. Bitte weiträumig umfahren, bevor die Mods eingreifen müssen.
Hihilol, musste tatsächlich lachen. Wäre doch mal alles so einfach.
Du hast "Dose" gesagt. ;)
Und ein Teil unseres Hobby ist zweifellos die Beschäftigung mit Grenzthemen. Das fängt nicht erst bei Folter und sexualisierter Gewalt an - auch völlig fantasyübliche Gewaltdarstellung und Rollenklischees kann man durchaus hinterfragen bzw. scheiße und verletzend finden.
Denn bei "Stopp" ist "Stopp".
Ich geb Dir zwar im Ganzen recht, klappt aber nicht immer und bei jedem. Es gibt Menschen, die kommen in einer belastenden Situation schlecht aus einer Schockstarre raus, bzw. dissozieren das Erleben, und dann geht es weiter, als irgendwer es sich wünschen würde, weil sie die Situation nicht mehr abbrechen können.
Ja, da hast du leider recht. Aber das ist im ganzen Leben so - egal wo du dich befindest/bewegst. Ich denke das "Bemühen" ist hier der zentrale Punkt, sowie auch das "reflektieren". Nicht jedoch das "durch Selbstzensur vermeiden". Zumindest meiner Meinung nach. Im anderen Thread wurde so z.B. aufgerufen das Thema "Vergewaltigung" überall aus dem Hobby zu verdrängen/verbieten. Was wird dadurch gewonnen? Was wird dadurch verloren? Wem wird dadurch geholfen? ; muss jeder für sich beantworten können, für mich persönlich wäre der Verlust gewaltig höher als der Gewinn und niemandem damit geholfen.Da kann ich mich nur anschließen. Der Aufruf zur Selbstzenzur ist schließlich auch eine Form von Übergriff, den es werden persönliche Freiheiten (versucht) zu entziehen, das ist an bestimmten Orten angemessen (Gesellschaftsvertrag) sollte aber keine Allgemeingültigkeit haben.
Ich denke mal es geht bei dem Thema der Übergrifflichkeit nicht nur um Extreme (Wie Folter, Vergewaltigung, etc...) sondern darum, das ein bestimmtes Thema bei einem Mitspieler unwohlsein auslöst. Wenn dem so ist sollte die Runde darauf verzichten diese Person genau damit zu konfrontieren. Was das im Einzelnen ist, ist halt Individuell und kann nur durch Achtsamkeit und Kommunikation abgeklärt werden, also leider durch "Try & Error".
Daher ist es wahrscheinlich ratsam auf Themen die besonders "Unwohlseinsanfällig" sind bei einer Anfangsrunde zu verzichten. Ich denke wie krass gespielt wird sollte von der Gruppe im Gegenseitigem Einverständnis entschieden werden und es ist da einfacher nachträglich anzuziehen (wenn der allgemeine Kontext ist, daß das Szenario gerne etwas "deftiger" sein darf) als zurück zu rudern.
Was jetzt noch nicht klar gesagt wurde ist, daß die darstellung von Sexualität im Allgemeinen schon grenzwertig sein kann, und man da Grenzen setzen sollte. Mir für meinen Teil reicht es bei einem Con-Szenario, wenn sich das ganze auf dem Niveau von "Die hübsche Schankmaid geht mit auf deine Stube und man sieht euch erst am nächsten Morgen wieder" abläuft. In der privaten Runde kann das, je nach Mitspielern gern auch detailierter werden, daß ist aber Abhängig vom persönlichen Wohlgefühl der Beteiligten.
Für mich beginnt Unwohlgefühl halt schon wenn fremde Personen mir ihre Ansichten von Sexualität aufdrängen wollen (das ist dann verbale sexuelle Gewalt), sprich ein plötzliches "Ich knattere sie in der XY- stellung bis der Arzt kommt" finde ich genauso uinangehmessen wie die Beschreibung einer Vergewaltigung.
Was das Thema Vergewaltigung/ Folter/Mißbrauch/ etc.... im Rollenspiel angeht, halte ich das als SL folgendermaßen:
- Nur in Runden, wo ich die Mitspieler so gut kenne, das ich daß Verantworten kann
- Als Stilmittel eher indirekt (also es ist passiert, wird aber nicht explizit beschrieben)
- Direkte Beschreibungen nur auf expliziten Wunsch der gesamten Gruppe (wenn sich alle damit wohlfühlen)
- Vergewaltigung/ Folter/ Mißbrauch von SC´s nur auf deren direkten und persönlichen Wunsch (ja, das hab ich schon erlebt)
Ansonsten kann man auf solche Themen gerne auch verzichten (ich hastte schon gute Gruppen sowohl mit als auch ohne explizite Szenen), wichtig ist nur Konsens in der Gruppe und um den im anderen Thread erwähnten Gruppenzwang zu eliminieren habe ich mir angewöhnt als SL bei sowas auch gerne mal das Vier-Augen-Gespräch zu suchen.
Der Aufruf zur Selbstzenzur ist schließlich auch eine Form von Übergriff, den es werden persönliche Freiheiten (versucht) zu entziehen, das ist an bestimmten Orten angemessen (Gesellschaftsvertrag) sollte aber keine Allgemeingültigkeit haben.
Auf Folter zu verzichten ist Natürlich möglich. Wenn der SL dann auch zu lässt das NSC auf andre weiße zum reden gebracht werden können.
Wie jemand weiter vorne geschrieben hat, ist ein großer Teil der Schwierigkeit, dass es durchaus unvorhergesehen passieren kann etwas zu Triggern, was man manchmal nicht absehen kann.
Das ist ein Punkt, der mich hier (und in anderen, ähnlichen Diskussionen) immer etwas wundert und auch ratlos zurücklässt. Es ist ja nicht so, dass nur sexualisierte Gewalt ein sensibles Thema ist, das traumatische Aspekte hat. Gewalt an sich, ob psychisch oder physisch, ist da ja generell kaum anders. Zusammengeschlagen zu werden wünscht sich sicherlich auch niemand, aber das ist ja ein ziemlich normales Ding im Rollenspiel, oft humorisiert oder als "Kneipenschlägerei" verharmlost.
@ nobody@home
Die Gewalt geht meistens weniger von SCs aus, sondern meistens von NSCs.
Wobe ich denke, dass auch ein große Frage ist: Kann sich der SC verteidigen oder wird er durch die Gewalt zum hilflosen Objekt degradiert?
Wenn der Bösewicht den SC vergewaltigen will und dieser den Bösewicht mit einem gezielten Tritt zwischen die Beine ausschaltet, ist das wahrscheinlich weniger traumatisierend als wenn man hilflos an einer Streckbank gefesselt ist und ein Arzt irgendwelchen medizinischen Experimente am SC durchführt.
Und zur Klarstellung:
Es geht hier um
a) unwillkommene Avancen im Rollenspiel
b) Umgang mit sensiblen Themen im Rollenspiel wie sexualisierter Gewalt (z.B. wie schafft man Transparenz, verhindert, dass sich jemand unwohl fühlt,...)
Und ich finde es richtig und wichtig, dass man auch über die sonstigen sensiblen Themen redet und sich nicht nur auf einen Teilaspekt beschränkt.
Dann mach Dir einen Thread dazu auf.
Jetzt mal ganz kurz ne Frage:
Wie bewertet ihr eigentlich das implizite Vorkommen sexueller Gewalt/Vergewaltigung bei Halb-Orks, Deep Ones, Incubi/Succubi ect. denn Vergewaltigungen und deren Opfer tauchen ja eigentlich in vielen Settings auf. In mancher Form sogar als Charkonzept (D&D Halborks)
Jetzt mal ganz kurz ne Frage:
Wie bewertet ihr eigentlich das implizite Vorkommen sexueller Gewalt/Vergewaltigung bei Halb-Orks, Deep Ones, Incubi/Succubi ect. denn Vergewaltigungen und deren Opfer tauchen ja eigentlich in vielen Settings auf. In mancher Form sogar als Charkonzept (D&D Halborks)
Jetzt mal ganz kurz ne Frage:
Wie bewertet ihr eigentlich das implizite Vorkommen sexueller Gewalt/Vergewaltigung bei Halb-Orks, Deep Ones, Incubi/Succubi ect. denn Vergewaltigungen und deren Opfer tauchen ja eigentlich in vielen Settings auf. In mancher Form sogar als Charkonzept (D&D Halborks)
Wie bewertet ihr eigentlich das implizite Vorkommen sexueller Gewalt/Vergewaltigung bei Halb-Orks, Deep Ones, Incubi/Succubi ect. denn Vergewaltigungen und deren Opfer tauchen ja eigentlich in vielen Settings auf. In mancher Form sogar als Charkonzept (D&D Halborks)
Das Produkt einer Vergewaltigung zu spielen ist aber etwas anderes, als diese im Spiel aktiv erleben zu müssen.+1
Ich finde diesen Punkt sogar recht interessant, weil er meine persönliche Grenze ziemlich gut trifft.
+1
Und dann springt ganz tief hinten in meinem Hirn noch meine "naive Ader" an, dass es nicht alle Vergewaltigungsprodukte sein müssen, sondern entweder einfach schon eine (oder) mehr Generationen dazwischen liegen oder es "einvernehmlich" war, wie z. B. bei Halb-Elfen und mitunter Tieflingen.
Da der Übergrifflichkeiten-Thread sich ursprünglich mehr um reale Übergriffe dreht, die meisten aber hier sowas weder direkt noch indirekt je erlebt bzw. gesehen haben, bleibt meist nur die Frage, wie man mit solchen Problemen im Spiel umgeht - also ohne physischen Kontakt bzw. dem Fokus darauf.
Tja, also dann...
Und zur Klarstellung:
Es geht hier um
a) unwillkommene Avancen im Rollenspiel
b) Umgang mit sensiblen Themen im Rollenspiel wie sexualisierter Gewalt (z.B. wie schafft man Transparenz, verhindert, dass sich jemand unwohl fühlt,...)
Gewalt ist nicht nur physische Gewalt, sondern jede Form Missachtung oder Brechen des Willens des Gegenübers. Innerhalb der Spielrunde tut man sich auch schwer, sich unerwünschten Avancen zu entziehen, wenn die Person trotz Ansprache damit weiter macht. Im soziologischen Sinne ist das tatsächlich als Gewaltanwendung anzusehen, auch wenn das Gewalt im Alltagssprachgebrauch etwas anderes meint.
Ich nehm Dir nicht ab, dass Du das nicht weißt oder Dir zumindest vorstellen kannst, was damit gemeint ist. Dafür halte ich Dich für zu intelligent. Also bitte, lass diese Spielchen! Wenn Du diskutieren willst, dann diskutiere und wenn nicht, dann nicht. Alles andere ist doch bloß Kindergarten.Eben, ich habe eine Vorstellung der Begrifflichkeit. Aber das muss ja nicht dieselbe sein, wie beim Fragesteller.
Wie bereits erwähnt, es ist leichter die Storyline später anzuziehen (wen es gewünscht wird) als zurückrudern.Zurückrudern habe ich auch als sehr schwer erlebt: Wenn etwas jemandem schon so sehr zu viel wurde, dass er oder sie das sagt, können sich schon negative Gefühle mit der Kampagne verbunden haben.