Folgend die Geschichte zum jüngsten Erfolg der Häscher:
Sygbert kommt die Idee, Nerelë aus dem Bordell zu befreien und sie beim Harfner Ondarn von Khorild in die Lehre zu geben, schließlich spielt sie ganz gut Harfe. Ondarn willigt ein, zumal das Mädchen laut Sygberts Beschreibung hübsch ist. Darüber hinaus haben die Helden keine weiteren Pläne, weshalb sie ihre Quartiere im Gasthaus aufsuchen.
2. Peonu 720 TR
Als die Helden am nächsten Tag aufstehen, treffen Thasin und ein Fuhrmann aus Charmic ein, die das Bier und den Ochsen abholen wollen. Kurz entschlossen wird das Bier auf den Karren verladen, vom Gutshof des nahe gelegenen Dorfes Woellen ein Ochse gekauft und der Fuhrmann mit den Waren in Caileanns Begleitung zurück nach Charmic geschickt. Thasin, Hakon und Sygbert bleiben in Gardiren, um den Mord aufzuklären. Da das Bordell zu so früher Stunde jedoch noch geschlossen hat, gehen sie erst einmal zur Burg, um Sir Halach von den bisherigen Ergebnissen zu berichten. Danach setzen sich Thasin und Sygbert in die Taverne des Gasthauses „Zum Krug“, um von dort aus das Bordell zu beobachten. Derweil sucht Hakon den Kräuterkundigen in Gardiren auf, um zu erfahren, welche Kräuter dem Wein zugemischt werden könnten. Der Matakea erfährt, dass es eine ganze Reihe von Liebestränken und Kräutern gibt, aus denen man solche herstellen kann. Letztlich ist eine Probe nötig, um festzustellen, worum es sich in diesem Fall handelt. Inzwischen sucht Anena von Rawyn den Inhaber des Gasthauses „Zum Krug“, Trivin von Jaseth, auf. Sygbert gelingt es, ihr Gespräch mit dem Wirt vom Hof aus zu belauschen. Offensichtlich hat Anena Verdacht geschöpft und versucht zu erfahren, wer über sie Nachforschungen anstellt, doch der Wirt wimmelt sie nur ab. Anena verlässt daraufhin das Gasthaus. Während Sygbert und Thasin ihre Beobachtung fortsetzen, kommt auch Hakon ins Gasthaus. Als das Bordell am Nachmittag öffnet, suchen die Helden Anena und Rane auf und versuchen sie mit dem Wissen über die Kräuter im Wein und der Heimlichtuerei unter Druck zu setzen, doch die beiden Frauen lassen sich nicht einschüchtern. Erst als die Helden klar machen, dass sie nicht ihre Feinde sind, sondern ihr Interesse der Aufklärung des Mordes gilt, werden die beiden Frauen gesprächiger. Auch sie sind an der Aufklärung des Mordes interessiert, versichern aber, dass sie längst zum Truchsess des Grafen oder zur Stadtwache gegangen wären, wenn sie einen Verdacht hätten. Selbst ihren Feinden in Gardiren, Lady Meliara Curo mit ihren „Töchtern Laranis“ und der Aramia des Halea Tempels, Forissa von Sarl, trauen sie solch eine drastische Vorgehensweise nicht zu. Die Helden stimmen ihnen in diesem Punkt zu. Also bleiben als einzige Spur die Gäste Apellas am letzten Tag. Anena berichtet, dass Apella drei Kunden hatte: ein Reisender, den sie zuvor im Gasthaus „Zum Krug“ aufgerissen hat und zwei Flussschiffer, die an dem Tag in Gardiren Station gemacht haben. Von dem Reisenden weiß man immerhin, dass er Elis hieß und am gleichen Abend noch in der Dunkelheit Gardiren Richtung Süden verlassen hat, was schon recht verdächtig ist. Von den Flussschiffern ist zu vermuten, dass zwei Hafenarbeiter, die dem Bordell als Vermittler dienen, mehr über sie wissen könnten. Bevor die Helden das Bordell verlassen, um weitere Nachforschungen über die drei Männer anzustellen, nimmt Sygbert noch Nerelë mit, die von seinem Vorschlag begeistert ist. Anena und Rane sind natürlich wenig darüber erfreut, willigen aber schließlich ein, bevor die Situation eskaliert. Sygbert reitet anschließend nach Süden, um die Spur des Reisenden zu verfolgen, während sich Hakon und Thasin im Gasthaus „Zum Krug“ nach ihm erkundigen. Dort erinnert sich der Wirt tatsächlich an den Mann, der aus Tonot kam. Hakons weitere Nachfragen bei Sir Halach ergeben, dass es sich um einen Gefolgsmann des Barons von Tonot namens Elis von Gerna handelt, der öfter als Botenreiter unterwegs ist. Als Sygbert in Teverl, dem nächsten Ort südlich von Gardiren eintrifft, erfährt er, dass Elis tatsächlich am besagten Tag dort war. Er hatte berichtet, dass er in eiliger Mission nach Tashal unterwegs war, sich aber in Gardiren sehr angenehm hat aufhalten lassen und nun bemüht war, die verlorene Zeit wieder gut zu machen. Zu dem Zeitpunkt, als er in Teverl eintraf, war er jedoch derart erschöpft, dass er fast vom Pferd fiel, also übernachtete er im Gutshof und ritt am nächsten Tag weiter. Aufgrund dieser Information fällt Elis als Täter aus. Derweil werden Hakon und Thasin in Gardiren Zeuge, wie eine Mannschaft Burgwachen unter Führung eines Ritters das Bordell stürmt und Anena, Rane, sämtliche Mädchen sowie die zwei Wachmänner verhaften und auf die Burg verschleppen, wo sie eingekerkert werden. Sir Halach ist darüber stinksauer und berichtet, dass Lady Meliara Curo durch ihren ältesten Sohn, Constable Meden Curo von den Ermittlungen erfahren und kurzerhand die Verhaftung befohlen hat. Mit dem Grafen abwesend, kann sich der Constable niemals den Wünschen seiner Mutter widersetzen. Es ist nun umso dringender notwendig, den Mörder zu finden, um die Frauen aus dem Kerker zu befreien. Thasin nutzt die Gelegenheit und durchsucht das verlassene, zum Teil verwüstete Bordell, dessen Tür seit dem Eindringen der Wachen aufgebrochen ist. Er durchsucht alle Zimmer, findet jedoch zunächst nichts, was die Helden wirklich weiter bringt. Das Bemerkenswerteste ist Ranes fensterloses und sehr dunkles Zimmer, in dessen Mitte ein großer Eisenkäfig steht und sich mehrere Peitschen finden lassen. Zudem findet er in Anenas Gemach eine verschlossene Truhe, sowie eine schwere Tür im Keller, die ebenfalls verschlossen ist. Jedoch hat Thasin kein Werkzeug, um die Schlösser zu knacken. Nachdem zuerst Hakon und später Sygbert ebenfalls im Bordell eintreffen, beschließt man, sich nach den beiden Flussschiffern umzuhören, die am Abend vor Apellas Tod ihre Kunden waren. Doch zuerst bringt man Nerelë in Sicherheit, indem sie zusammen mit dem Harfner nach Charmic geschickt wird. Die Spur der beiden Flussschiffer erweist sich jedoch ebenfalls bald als Sackgasse, als die Helden am Hafen erfahren, dass beide Männer am Vortag jeweils mit ihrem Boot flussabwärts gefahren und somit Gardiren verlassen haben. Damit kämen sie zwar als Mörder in Frage, dürften aber kaum auffindbar sein. Also kehren die Helden in das Bordell zurück, um sich den beiden Schlössern zu widmen, nachdem man sich vom Waffenschmied Garen von Matlim ein Brecheisen geliehen hat. Zuerst wird Anenas Truhe geöffnet, in der sich teures Parfüm, wertvoller Schmuck und eine Phiole „Haleas Brand“, ein Aphrodisiakum, befinden. Die Helden nehmen es an sich, um es später Sir Halach auszuhändigen. Danach brechen sie die Tür zum Keller auf. Dort entdecken sie in einem dunklen Raum drei tönerne Kästen, in denen Pilze gezüchtet werden. Hakon hat diese Pilze schon einmal gesehen und weiß, dass sie sowohl als Gift, als auch als stimulierendes Mittel verwendet werden können. Ihr Besitz steht unter Todesstrafe. In einem weiteren Raum finden die Helden den Beweis dafür, dass die getrockneten und klein gehackten Pilze als Zusatz in den Wein gemischt werden. Die Helden benachrichtigen Sir Halach, der sie bittet, stillschweigen darüber zu bewahren. Der Truchsess sammelt ein paar der Pilze ein, den Rest lässt er von seinen Männern vernichten. Er erklärt Sir Durains Männern, dass er die Besitzerinnen des Bordells damit konfrontieren wird. Spätestens dann werden sie mit der Wahrheit herausrücken. Doch sonst soll niemand davon erfahren. Da es für sie nichts weiter zu tun gibt, kehren die Helden in ihr Quartier im Gasthaus zurück.
3. Peonu 720 TR
Am nächsten Morgen suchen die Helden Sir Halach in der Burg auf. Er berichtet, dass Rane gestern Abend ein unerfreuliches Gespräch mit dem Kerkermeister Lassan hatte, bei dem sie jedoch noch recht glimpflich davon gekommen ist. Doch dies wird sich bald ändern. Zudem fürchtet er um den Frieden auf der Burg, da die Kerkerzellen genau unter dem Wachraum liegen und die Männer des Grafen wahrscheinlich nicht mehr lange der Versuchung widerstehen können, über die Mädchen herzufallen. Jedoch hat Sir Halach gestern die Gelegenheit genutzt und mit Anena über die Pilze gesprochen. Die Frau gestand, dass sie und Rane die Nutzung der Pilze arrangiert hatten, doch außer ihnen wussten nur die Wachen davon, jedoch nicht die Mädchen. Sie widerspricht der Verdächtigung, dass Apella dahinter gekommen sei und die Besitzerinnen des Bordells sie deshalb haben umbringen lassen. Letztlich werden wohl die weiteren Verhöre die Wahrheit ans Tageslicht bringen. Da es keine weitere Spur zu verfolgen gibt, schickt Sir Halach die Helden zurück nach Charmic, die jedoch mit dem Ausgang der Geschichte nicht zufrieden sind. Doch es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Heimweg anzutreten. Jedoch bekommt Sygbert von dem Waffenschmied noch sein Kettenhemd und auch das Jordens mitgegeben. Zurück in Charmic finden die Helden das Dorf in Vorbereitung des Festes. Sir Durain hat eine erfolgreiche Jagd hinter sich und einen Hirsch erlegt. Nerelë und Ondarn sind sicher in Charmic eingetroffen. Während des gemeinsamen Mittagessens erzählen die Helden von den Ereignissen in Gardiren. Plötzlich kommt Pater Perras herein und fragt nach Balis von Jiml, dem Bettelmönch, den er seit dem Morgen nicht mehr gesehen hat. Den Helden kommt ein merkwürdiger Verdacht. Rein zeitlich hätte Balis vorgestern am frühen Morgen in Gardiren aufbrechen und am Nachmittag in Charmic eintreffen können. Zudem trägt er einen Strick als Leibgurt. Sie fragen Nerelë, ob die den Priester zuvor in Gardiren gesehen hat, doch die verneint. Ein solch hässlicher Mann wäre ihr sicher in Erinnerung geblieben. Jedoch erzählt sie, dass sie sich gestern hier in Charmic begegnet wären und dass er sie fürchterlich lüstern angegafft hätte. Doch noch merkwürdiger war seine Reaktion, als sie ihm von Apellas Schicksal berichtete, denn der Mönch hatte ihr einfach den Rücken gekehrt und sei davon gegangen. Die Helden machen sich auf die Suche nach Balis. Mehrere Dörfler haben ihn gesehen. Einer berichtet, der Mönch sei nach Süden gegangen, um im Wald an der Straße nach Zernhol nach Feuerholz zu suchen. Schließlich finden die Helden am Schrein der Peoni, der unweit der Straße steht, ein lebloses Mädchen aus dem Dorf im hohen Gras liegen. Ihr Hals weist die gleichen Male auf wie bei Apella und in ihrer Faust befindet sich ein kleiner Fetzen Stoff aus Balis’ Gewand. Jedoch atmet sie noch schwach. Sofort lassen die Helden das Mädchen zu Pater Perras bringen, während sie zu Pferde die Verfolgung aufnehmen. Schnell ist die Spur des Mönches auf der Straße nach Zernhol gefunden. Nach einiger Zeit biegt sie jedoch in den Wald hinein ab. Caileann ist sich sicher, dass die Spur ganz frisch ist. Die Männer folgen der Spur in den Wald, verlieren sie jedoch im Unterholz. Eine Weile suchen sie den Wald ab, entdecken aber nichts. Als sie zu der Stelle zurückkehren, wo sich die Spur verliert, hören sie ihre Pferde auf der Straße unruhig wiehern. Sofort stürmen sie dorthin, wo sie Balis dabei entdecken, wie er auf einem Pferd davon reiten will. Doch das Tier wirft ihn ab und es gelingt ihnen, den Mönch zu stellen. Dieser wehrt sich mit einem Knüppel, doch Sygbert schaltet ihn nach kurzem Kampf mit einem gezielten Schlag auf seinen hässlichen Schädel aus. Wieder bei Bewusstsein gesteht Balis den Mord an Apella. Der Mann hat eine lange Geschichte als Mörder, der Jahre lang unerkannt durch die Lande zog, bis er von Banditen überfallen, zusammengeschlagen und entstellt, jedoch von Priestern der Peoni gerettet und gesund gepflegt wird. Daraufhin schloss er sich dem Orden als Bettelmönch an. Vor zwei Jahren jedoch holte ihn sein altes Verlangen ein und er begann wieder zu morden, was er vor sich durch abstruse religiöse Motive zu entschuldigen versuchte. Nicht wissend, dass sein letztes Opfer überlebt hat, brüstet sich Balis stolz mit neun Morden im Sinne der Erlösung. Die Helden bringen Balis noch am gleichen Tag nach Gardiren, wo sie ihn einem erstaunten Sir Halach präsentieren. Balis wiederholt dort sein Geständnis, woraufhin er verhaftet wird. Anena, Rane, die Huren und die Rausschmeißer werden frei gelassen und dürfen in das Bordell zurückkehren, wo Hakon, Sygbert und Thasin sie besuchen. Anena und Rane sind ihnen letztlich doch dankbar für die Rettung, die Aufklärung des Mordes, ihre Verschwiegenheit in Bezug auf die Pilze und natürlich auch die Herausgabe der Habseligkeiten. Die beiden Frauen wissen nur zu gut, dass sowohl Sir Halach als auch die Helden sie wegen der Pilze hätten an den Galgen liefern können. Zukünftig werden sie ohne dieses Hilfsmittel auskommen müssen. Rane ist bereit, ihr Wissen als Apothekerin mit Hakon und Thasin zu teilen, natürlich nur, was legale Substanzen anbelangt. Anena bezahlt den Helden jeweils einhundert Silberstücke als Finderlohn für ihren Schmuck. Zudem sind Sir Durains Männer ab jetzt natürlich gern gesehene Gäste des Hauses. Von Sir Halach erhalten die Helden ein Pfund Silber als Belohnung für die Ergreifung des Mörders.
Erfahrung: je 1 Punkt auf Stealth und Awareness für jeden der Helden