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23.05.2012 | 18:44

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Autor Thema: DSA-Abenteuer: Der Unersättliche  (Gelesen 2758 mal)
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Dom
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Dom

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« am: 13.08.2008 | 18:55 »

Hier gilt wieder, wie so oft bei Abenteuer-Rezensionen: Willst du es noch spielen, so lies diese Rezension nicht. Du verdirbst dir den Spaß. Das Fazit am Ende ist spoiler-frei.

Spoiler: Der Unersättliche (click to show/hide)

Fazit:
Wer ein modernes Abenteuer mit großen Freiheiten und großer Tragweite spielen möchte, sollte auf jeden Fall zugreifen. Die Helden werden auf ganzer Linie gefordert: Kampf, Verhandlung, heimliche Aktionen. Die Komplexität "hoch" für den Spielleiter sollte nicht abschrecken. Der Spielleiter muss zwar viele NSC händeln, bekommt auf der anderen Seite aber eine fast perfekte Anleitung mitgeliefert, so dass sich auch Anfänger ohne Scheu an das Thema heranwagen können. Durch die Vierteilung des Inhaltes wird die Geschichte auch niemals unüberschaubar. Die Entscheidungen der Spieler und die Handlungen der Spielerfiguren ist relevant und haben eine deutliche Auswirkung auf die Umwelt. Es ist keinesfalls so, dass die Spieler am Gängelband durchs Abenteuer geleitet werden. Also: Ein rundum gelungenes Kaufabenteuer, insbesondere auch für alle Aventurien-Kritiker und Railroading-Hasser.
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Drudenfusz
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Drudenfusz

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« Antworten #1 am: 14.08.2008 | 03:50 »

Hatte vor Ewigkeiten ja in meinem Blog über das Abenteuer geschrieben, aber irgendwie fiel meine Rezi wesentlich negativer aus...
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Dom
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Dom

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« Antworten #2 am: 14.08.2008 | 09:01 »

So verschieden können Eindrück sein Smiley

Ein paar Anmerkungen zu deinen Kritikpunkten:
1. Man bekommt ein Buch von 80 A4-Seiten für 18 Euro im Hardcover. Das finde ich jetzt nicht zu teuer. Ok, durch die ausführliche Stadtbeschreibung (die man für das Abenteuer höchstens hätte kürzen können) und den weiteren Anhang wird der reine Platz für das Abenteuer kürzer. Das finde ich aber nicht schlimm, da ich ja keine 20 Leerseiten bekomme, sondern Infos, mit denen ich als SL etwas anfangen kann.

2. Den ersten Teil beschreibst du als langweilig. Ich weiß nicht genau, wo der langweilig ist. Kannst du das etwas näher ausführen?

3. Das Finale ist nicht offen gehalten - das ist aber in meinen Augen unvermeidlich, will man nicht mit der "offiziellen Geschichtsschreibung" brechen. Das kann man als ARS-SL aber leicht so gestalten, dass es besser passt (Bodenplan, taktische Bewegung). Den "nicht zum Thema passende Mordfall" sehe ich eher als Abwechselung. Ich weiß nicht, wieso so ein Abenteuer, dass sich sicherlich über vier Spielabende hinzieht, ein durchgängiges Thema haben sollte. Okay, der Bösewicht hätte etwas besser eingebunden sein können; daher halte ich den letzten Teilauch für den Schwächsten.

Aber vielleicht wäre ich auch deutlich kritischer gewesen, hätte ich nicht direkt vorher Erben des Zorns gelesen.
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Elwin
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Kumpel Praios

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Chris Gosse

« Antworten #3 am: 14.08.2008 | 11:56 »

Was die Länge betrifft: Da mir der Verlag im Nacken saß und auf Abgabe drängte, konnte ich mir gar nicht mehr ausdenken, um die 88 Seiten vollzukriegen. Die Kürze der Texte war schon zu Schulzeiten mein Markenzeichen - ich seh's auch gar nicht so tragisch: das ist wohl eins der wenigen Abenteuer, bei denen nicht im Lektorat noch rausgekürzt werden musste! Smiley

Spielmaterial ist jedenfalls trotz der Kürze genug vorhanden. Die Testrunde habe ich (infolge der begrenzten Termine) an einem Wochenende dort durchgezogen, eine zweite Runde hat sich zwei ganze Wochenenden mit ca. je 35 Stunden Spielzeit damit beschäftigt und wenn ich am letzten Sonntag nicht aufs Tempo gedrückt hätte, dann hätten wir noch ein drittes Wochenende daran gespielt - gerade Kapitel 2 kann ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen.

Mit dem Finale bin ich heute auch nicht mehr ganz glücklich, aber die Variante, die ich heute bevorzugen würde (detaillierter und in Felder eingeteilter Grundrissplan, Regeln für ein Wettlauf/Versteckspiel), stand mir damals leider ohnehin nicht zur Verfügung, da ich das Budget für Karten und Pläne schon aufgebraucht hatte.

Und was den Einstieg betrifft: an dieser Stellte steckt man beim Verfassen eines Kaufabenteuers stets in einem Dilemma, weil man nicht antizipieren kann, was für Gestalten das Abenteuer spielen werden. Ich persönlich neige lieber zu allgemeinen, vielleicht auch etwas langweilig anmutenden Einstiegen, denn die lassen sich vom Spielleiter am leichtesten auf die persönlichen Motive der Spielercharaktere anpassen. Das ist hier ja auch der Fall, z.B. wenn die Gruppe vorher noch bestimmte andere Abenteuer ("Blutige See" etwa) gespielt hat.
Ein spektakulärer Einstieg zieht die Spielercharaktere zwar schnell in die Handlung hinein, allerdings entwickelt sich nach meinen Erfahrungen oft das Gefühl des Zwangs oder des Zeitdrucks und das wäre mir beim zweiten Kapitel sehr ungelegen gekommen.
Ach, eigentlich denke ich, dass der Einstieg, so wie die beiden Möglichkeiten geschildert sind, für erfahrene DSAler auch seinen Reiz hat, weil man mit bekannten Elementen der DSA-Welt zu tun bekommt.

Gruß
Chris
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Dom
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Dom

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« Antworten #4 am: 14.08.2008 | 17:34 »

Zitat
sich zwei ganze Wochenenden mit ca. je 35 Stunden Spielzeit damit beschäftigt
Shocked

DAS ist viel. Das sind ja 17,5 Stunden Spielzeit pro Tag!
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oliof
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METAPLOT IV ANTWORTET NICHT!

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oliof

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« Antworten #5 am: 14.08.2008 | 17:35 »

Die sind halt krasse Testspieler.
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Kinshasa Beatboy
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« Antworten #6 am: 14.08.2008 | 17:43 »

Also ich schließe mich der Bewertung von Dom an. Halte den Unersättlichen für eines der besten DSA-Abenteuer überhaupt. Das Donnersturmrennen reichte da (zu seiner Zeit) heran, aber sonst fällt mir auf dem Niveau nix ein. Ansonsten: Achte bei Abenteuern selten auf Autoren, erfahre aber nun, dass das Ding von Chris Gosse stammt. Daher: Hut ab, ausgezeichnet! Weiter so! Schaue mir direkt mal an, was Du sonst noch so verbrochen hast  Wink

EDIT: Habe gerade bei Wiki Aventurica nachgeschaut und festgestellt, dass es leider noch nicht sonderlich viele Abenteuer von Chris gibt. Schade. Das muss sich ändern: halt Dich ran!
« Letzte Änderung: 14.08.2008 | 17:46 von Kinshasa Beatboy » Gespeichert
Jens
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die Ruhe selbst

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Jens

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« Antworten #7 am: 5.12.2008 | 21:07 »

Ich hab übrigens auch mal eine ausführliche "Rezi" in meinem Blog verfasst: Der Unersättliche in 6 Teilen.
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