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23.05.2012 | 22:48

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Autor Thema: [Sammelthread] Hörbeispiele aus allen Musikrichtungen!  (Gelesen 5236 mal)
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n.a. DeKrit
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DestruktiveKritik

« am: 19.11.2008 | 00:32 »

Aloha zusammen,

in einem Nachbarfaden wurde gerade über das "richtige Verhalten bei Konfrontation mit neuer Musik" diskutiert. Wenn man selbst schon der Meinung ist, dass sich manche Richtungen erst erschließen, wenn sie einem nahegebracht werden, dann ist das erstellen eines Sammelthreads, in dem neben den Links auch ein zwei Worte dem geneigten Hörer die Musik enschlüsseln helfen, nur natürlich.

Also, Beiträge bitte in der Form:


Musikrichtung

Unter-Musikrichtung(jetzt nicht so unglaublich klein auffächern. erstmal ist Breite wichtig)

(+++)Band - Track der Reiz dieser Musik besteht vor Allem in....
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(-)Band - Track der Reiz dieser Musik besteht vor Allem in....
Spoiler (click to show/hide)

Die erste Klammer gibt an, wie abgefahren und einsteigerunfreundlich die Musik ist. Also quasi eine Einschätzung, wie weit die Musik vom durchschnittlichen Musikverständnis entfernt ist.
BSP:
(+++) Popmusik: Takethat, Kayne West, Bon JOvi,... (es liegt nichts, aber auch gar nichts "quer")
(++) RNB, Mendelsohn-Bartholdy, Mozartopern, enge-Hosen Metal (man begreift die Musik noch intuitiv)
(+) Bach, Zappa,... (man kennt die verwendeten Elemente, aber man muss "verstehensarbeit" leisten)
(-) völlig neue Konzepte
(--) ...
Ich fasse die dann jeweils im Ersten Reply zusammen, so dass wir eine hübsche Liste erhalten. thumbsup

Pro (UNter)Musikrichtung sollten max. fünf Beispiele ausreichend sein.

es Möge beginnen,
Alex


Disclaimer:
Da ich hier nur die Möglichkeit schaffen möchte, sich schnell einen recht fundierten Überblick über versch. Musikrichtungen zu erhören und ich kein INteresse daran habe, jemanden durch das Verlinken eines Songs zu schädigen, möchte ich die Betroffenen bitten:
Sollte jemand Rechte an einem der Songs haben und nicht mit dem Link einverstanden sein genügt eine PN und ich nehme den Link beim nächsten Log-In (d.h. sobald ich die Mail lese) heraus.
Da die Videos auf Youtube frei zugänglich sind, nehme ich einfach an, dass youtube sich als kommerzielle Seite schon um die rechtlichen Belange gekümmert hat.

EDIT:
Danke fürs *sticky*

Anfang
Electro
Einige Infos
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Aggrotech
Kurzeinführung
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(++)Funker Vogt - Navigator entwickelten (sich) aus dem Hardcore Electro zur deutschen Aggrotech-Ikone.
(+)Suicide Commando - See you in hell urpsrünglich Electro-Industrial, hier mit einem Klassiker
(-/+)Hocico - Instincts of Perversion die Themen sind neben der Darstellung von Hass und Gewalt meist antireligiöse Texte.

Future Pop
Erklärung
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(+)Apoptygma Berzerk - Non-Stop Violence geniale Band, die es geschafft hat sich mit jedem Album weiterzuentwickeln.
(++)VNV Nation - Electronaut Eine der Bands die es seit knapp 15 Jahren schaffen, innovative und schöne Musik zu schaffen.
« Letzte Änderung: 2.12.2008 | 10:35 von Destruktive_Kritik » Gespeichert

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DestruktiveKritik

« Antworten #1 am: 19.11.2008 | 01:01 »

Pop
Easy Listening
(+++)Morcheeba - Part of the process VOn Countryklängen bis Soul oder sogar easy listening-jazzig. ruhig, gefällig.
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E-Pop/Triphop/et al.
(++)Imogen Heap - HeadlockLiedermacherin mit sehr pers. Texten, unterlegt mit leichten groovigen Elektroklängen
Triphop
(++) Massive Attack - Angel sehr ruhige elektronische Musik mit vielen langsamen anschwellenden Bewegungen.
(++) Portishead - HummingDie Triphopgrößen schlechthin. traurig, ruhig, ein bisschen Rumba, ein wenig regnerischer Herbsttag, viel moll...


Rap/Hiphop
(+)Mik-Star - Business, kritischer Blick auf Rap&Hip Hop als rein kommerzielles Geschäft; (++)Alligatoah - Musik und so, Der Ur-Konflikt "Hip Hopper vs. Metaller" mal extrem absurd auf die Spitze getrieben (++)Alligatoah - Der Zensor ptII, einfach reinhören, erschliesst sich von selbst, denk ich.
(-)Sime - Simon sagt, recht straighter und mMn guter Battlerap
(-)JAW - Fastnachtszeit, Disstrack gegen Fasnet, (++) St. Diego - Elfenlied, mMn hübscher Song,

Metal
ich fange einfach mal irgendwo an

Doom-Metal

aka Sludge
(+++) Crowbar: hier mit "Nothing". Der Reiz besteht hier vor allem an der Langsamkeit, die sich regelrecht zu Tode schleppt.
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Metal-Core

(- / +++) Devildriver: "HOLD BACK THE DAY" ... "klassische" Metal-Elemente wie Solis, zweistimmige Gitarren, einen überragender Shouter. Die Musik ist verdammt treibend. Für "Metal"-Core allerdings ist die Band schon was "Eigenes".


Hard-Core

(-) Yuppicide: "Follow the Leader" ... zeigt ganz gut, wie Yuppicide die Punk-Anleihen des HCs um andere Elemente anreichern und Letzteres macht verdammt viel Spaß.
(++) Sick of it All: "Step Down" ... einfach ein typischer HC-Party Song, wer da nicht mitschunkelt ist selbst schuld.
Spoiler (click to show/hide)
(++) Agnostic Front: "Crucified" ... der Song wird / wurde sehr oft und sehr gern gecovert. Sozusagen ein Klassiker. Darüber hinaus zeigt er die Parallelen die zwischen HC und Oi (-Punk) existieren.


Industrial Metal
(+)Fear Factory - Linchpin Das Video sagt alles. Bedingungslose Härte, die von melodischem Refrain unterbrochen wird.
(--)Strapping young Lad - Detox das eingängigste Stück der Band. Die Musik ist VIEL langsamer, als das Schlagzeug es vermuten lässt. Sie Funktioniert in Zeiteinheiten von ca. 5-15 Sekunden und in manchen Stücken sogar bis zu 30 Sekunden bei fast 15schläge/sek Blastbeat...
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(+)Ministry - Burning inside Stampfender Rhythmus, Gesang als Rhytmusinstrument, sehr tanzbar und steigert sich langsam, ohne die Spannung gänzlich aufzulösen.
(++) Static X - Cannibal: Ein Veggie-Song, der mit brachialen Maschinen-Riffs aufwartet ... und zwischendrin ganz dezente Elektroelemente enthält. Gerade diese Reduzierheit gibt dem Ganzen einen ziemlich "industriellen" Charakter. Und ganz besonders ist natürlich auch Wayne Static. Wink
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(++) Prong - Snap Your Fingers: Ein stampfender Beat, fette, aber sporadische Gitarre, wirkliche Mördergrooveriffs mit absolut genialen und für Prong typischen Flageoletts (Obertöne). Dazu noch ein Refrain, der in seiner Disharmonie irgendwie doch schön und harmonisch wirkt.
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Blackmetal
(--)Emperor - Thorns on my grave Ein übles Geschlachte mit fast schon klassischer Struktur.So komplex wie hier kommt Blackmetal normalerweise nicht daher. mehr im
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(-)DimmuBorgir als poppig verschriene "Symphonic Black" Truppe. Wenn man sich an den Blastbeat gewöhnt hat bleibt epischer Bombast im Schunkelrhythmus (Triolen seien Dank) über. "schiefe" Töne bauen Spannungen auf, die im "Geschlachte" gelöst werden. Dabei wird es manchmal vier-fünf-Stimming...

Pagan/Folk/Vikingmetal
(-)Amon Amarth - Twighlight of the thundergod Nordische Mythen en masse, Blackmetalklang und irgendjemand erzählt einem etwas über die Christen, während Hörner im Hintergrund blasen, oder Schwerter klirren, nordische Volkslieder zitiert werden...
alle sehr maskulin mit angenehmen Akkordfolgen und Schunkelfaktor.
(+)Equilibrium - Metsiehe oben. (diesmal partytauglich!)
(+)Ensiferum - Ahti Alte finnische Volkslieder werden zu Saufmetalmitgröhlstücken verarbeitet. Spaß pur!
(-)Finntroll - TrollhammerenEtwas schwärzerer Folkmetal mit klaren Humppa Einflüssen (Polka). Sind normalerweise härter, deshalb das (-)

Deathmetal
(-)Death - SymbolicDiese Band gab der Richtung damals ihren Namen.
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Göteborg-Death[/font]
(-)At the Gates - Blinded by Fear etwas andere Vocals, als der alte Death und weit stärkere Melodien, die nun auch nicht mehr so atonal sind. das sind die Urgesteine des Göteborg-Death.
(+)In Flames - Trigger Wohl die größte band dieser Richtung. grooviger und poppiger, als der UrDeath.
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Prog-Metal
(++)Ayreon - DayIII Pain Jedes Album ein extrem vielfältiges Konzeptalbum. 70er Jahre treffen Songarchitekten, holländische Keyboards und True Metal.
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(+)Dreamtheater - Constant Motion unglaubliche Unterschiede zwischen den Alben. DIE Größe des Progmetals, die sich ständig neu erfinden. schwer in einen Song zu packen und dieser passt auch nicht so gut.

(+)Tool - Parabola Eine Metalband mit Wiedererkennungswert, recht eigenständiger Sound mit ungewöhnlichen Rhytmen (7 Schläge usw...oder einen Extraschlag alle drei Takte...) trotzdem sehr Melodiebetont und recht langsam.
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Prog-Deathmetal
(-)Atheist - Air1993, die Vorreiter und bekannteste Prog-DeathBand. Sehr sehr frickelig und "technisch". Es hört sich fast schon an wie Jazz. Frühere Alben lehnen sich viel stärker an den ungehobelten Death-Sound an und sind weniger "bunt".
(- - -)Cynic - evolutionary sleeper Eine Band, die mit knapp 40 Minuten Musik eine fanatische Fangemeinde um sich gescharrt hat.
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(-)Opeth - beneath the mireMusik mit langzeitfaszination. Interessante Melodien, groovige Passagen, hemmungslose Growls wechseln sich mit (sehr gutem) klarem Gesang ab. FRühere Platten waren fast growlfrei und ruhiger.


Sludge - Metal
(-)Cult of Luna - Leave me here sehr "ruhige" SOngs, die schwer daherkommen, in denen sich langsame Pinkfloyd-ähnliche Passagen mit getragenen HArdcoregrowls abwechseln. Eine eher ruhige, aber massive, schwere Musik.
(-)Isis - holy Tears sehr langsame träge Musik, die sehr lange braucht, um sich zu entwickeln und viel mit Andeutungen arbeitet.



Rock/Blues

Hardrock
(++)Mötley Crue - Looks that kill Blues Rhythmen, Gitarrensoli, Posen. einfacher Rock für Nostalgiker
(+++)Thin Lizzy - The Boys are back in town Tanzbarer BoogieBeat und Ohrwurmmelodien (auch aus der Frühzeit)
(+++)Bon Jovi - Blaze of Glory Hard Rock wird extrem Massentauglich und auch für kleine Mädchen zugänglich. generell poppiger als früher.
(++)Sentenced - Vengeance is mineModerner und etwas mehr in Richtung Gothic, funktioniert aber auch über gefällige Melodien und moshbaren Drums. nichts sehr kompliziertes.

Blues
(++)Eric Clapton - Blues before Sunrise Triolen, Bootlegs, Blue note (dieser typische Blues Tonschritt, der alle Nase lang kommt) einfach, eingängig, improvisierte Solos und sehr viel Gefühl.
 
Fusion
(++)John Mayall - Goog Time Boogie Auf dem besten Weg zum RocknRoll, aber hier mit leichtem Jazz Einschlag. Ist es weniger jazzig, heißt es Boogie. Ganz typisch ist dieser Shuffle-Rhythmus.

Grunge
(+)Pearl Jam - Once Rauher Rock, der die Spannungen aus,der für Peral-Jam, typischen schiefen Tonleiter durch kraftvolle Refrains wieder besänftigt.
(+)Nirvana - smells like teen spirit der Grunge Klassiker, eine wütende Generation sucht einen Ausdruck für ihre Gefühle und Kurt Kobain, der messiahs, liefert einen ungehobelten, authentischen Klang.

Alternative/Progressive
(+)Dredge - Lechium Ruhige, aber bewegte Musik, in der auch Growls vorkommen. Wie eine starke Brandung, die mit der Zeit wächst.

[size=12]
Progressive Rock
[/size][lurl=topic=44456.msg844945#msg844945 date=1227214762]siehe unten.[/url]

Techno
GOA
(++)GOA Gil- Dances of ShivaReferenzen zu Indien sind typisch, ebenso diese "hellen"/leichten psychedelischen Rhythmen und das Klanggefizzel

Trance
(++)DJ Tiesto -Trance sensation viele rhythmische Melodien, weniger Bässe, nicht ganz so fizzelig, wie GOA.

Schranz
(+)Basshunter - Dota Sich überschlagende, abrupte Bässe, mäßiges Tempo und einfachste Melodien...Zappeln, zappeln, zappeln.
Hardstyle
(+)verschiedenes Gemüse kein KOmmentar...
Rave/Candyrave
(++)Dune - Hardcore Vibes die gute alte Zeit.... devilish kompliziertere Rhythmen als im Schranz, sonst ähnlich, nur bonboniger.
« Letzte Änderung: 2.12.2008 | 23:18 von Destruktive_Kritik » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 19.11.2008 | 08:34 »

Rap:
http://www.myspace.com/os49sime


Electro/Aggrotech:
http://www.myspace.com/funkervogt (Kombo aus Deutschland)
http://www.myspace.com/suicidecommando (DIE Kultband aus dem Genre, Johan van Roy ist einfach gut, mMn.)
http://www.myspace.com/uktacticalsekt (Düster, dreckig, teils krass politisch)

Kommt noch mehr.

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« Antworten #3 am: 20.11.2008 | 21:04 »

Na dann ich mal ...

Metal-ROCK(!)

Doom-Metal
aka Sludge

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Metal-Core

(- / +++) Devildriver: "HOLD BACK THE DAY" ... "klassische" Metal-Elemente wie Solis, zweistimmige Gitarren, einen überragender Shouter. Die Musik ist verdammt treibend. Für "Metal"-Core allerdings ist die Band schon was "Eigenes".


Hard-Core

(-) Yuppicide: "Follow the Leader" ... zeigt ganz gut, wie Yuppicide die Punk-Anleihen des HCs um andere Elemente anreichern und Letzteres macht verdammt viel Spaß.

(++) Sick of it All: "Step Down" ... einfach ein typischer HC-Party Song, wer da nicht mitschunkelt ist selbst schuld.
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(++) Agnostic Front: "Crucified" ... der Song wird / wurde sehr oft und sehr gern gecovert. Sozusagen ein Klassiker. Darüber hinaus zeigt er die Parallelen die zwischen HC und Oi (-Punk) existieren.
« Letzte Änderung: 20.11.2008 | 22:25 von Arbo » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 20.11.2008 | 21:59 »

Dieser Post soll dem Progressive Rock und Art Rock in all seiner Vielfalt gewidmet sein.

Als Progressive Rock wird die Musik bezeichnet, die aus der konsequenten Umsetzung der Maxime, den Rock aus der Schmuddel-Ecke herauszuholen und zu einer eigenständigen Kunstform zu erheben, entstand. Vorläufer waren Acid Rock und Psychedelic (Pink Floyd, die Doors, Iron Butterfly, die Beatles, Procol Harum, Frank Zappa) sowie Classic Rock (The Nice, Renaissance, The Moody Blues).

Musikalisch wurde versucht, den althergebrachten Rock bzw. Rhythm and Blues mit Stilelementen aus Klassik, Jazz, Folk sowie moderner Orchestermusik zu verbinden. Es wurden neue Instrumente eingebracht, neben Orgeln und Keyboards schwerpunktmäßig Saxophone, Flöten und Geigen. Des weiteren ging man vom 3-Minuten-Strophe-Refrain-Konzept weg und versuchte, längere, komplexere, stärker durchkomponierte Stücke zu spielen. Für Metalhörer ist das üblich, der Metal hat an der Stelle viele Elemente des Prog in sein eigenes Repertoire übernommen.

Man kann sich darüber streiten, welches das erste Prog-Album war, aber im Allgemeinen wird (+)In the Court of the Crimson King
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von King Crimson aus dem Jahr 1969 genannt.


Hauptströmung des Progressive Rock

Neben King Crimson, die sich in den Folgejahren als extrem wandlungsfähig erwiesen, was z.B. (-)Starless(1.Teil)(2.Teil)
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ziemlich gut zeigt (hier von einer Coverband gespielt), werden noch (+)Emerson Lake and Palmer
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, (++)Genesis
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, sowie zu guter Letzt die Gutmenschen des Prog, (+)Yes zu den Big Four des klassischen Prog gezählt.

Um die Vielfalt des Prog ein wenig zu verdeutlichen, füge ich noch eine Handvoll weitere Hörbeispiele ein:

(++)Camel - Nimrodel
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(+)Gentle Giant - Edge of Twilight
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(+)Van der Graaf Generator - Scorched Earth
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(++)Kansas - Song for America


Neoprog

Der Progressive Rock hatte seine Hochphase zwischen 1970 und 1975. Dabei entfernte er sich allerdings immer mehr von seinen Wurzeln, die in der Gegenkultur der späten 60er lagen, wurde immer kopflastiger und überladener. Diese Selbstverliebtheit führte neben einem Stimmungswechsel in den Nachwehen der Ölkrise dazu, dass er durch Punk und Post-Punk als dominante Musikstile der jungen Generation abgelöst wurde. Der Generation 68 folgte die Generation X.

Im Untergrund führte der Prog einige Jahre lang ein Schattendasein, bis Anfang der 80er einige Bands sich der Qualitäten der großen Progbands besannen und auf Basis der alten Bands - wobei vornehmlich Genesis als Vorbild verwendet wurde - eine neue Form von Prog spielten. Dieser Neoprog ist allerdings deutlich reduziert und verwendet an ekklektischen Stilmitteln fast ausschließlich den Bombast der spätromantischen Klassik und des Frühexpressionismus, wie sie z.B. Grieg, Wagner oder Mahler verkörpern, und driftet gerne mal in Richtung Kitsch ab. Auch die instrumentale Vielfalt wurde eingeschränkt auf den klassischen Satz Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards, wobei bei letzteren ebenfalls eine Einschränkung auf E-Piano und die für die 80er typischen sterilen Keyboardsounds statt fand.

Die bedeutendste - und musikalisch interessanteste - Neoprog-Band ist zweifelsohne (++)Marillion
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An der Spitze der Kitsch-Skala stehen (+++)Pendragon.


Retro-Prog

Während man den Neoprog eher als Abklatsch des ursprünglichen musikalischen Konzeptes ansehen kann, entstand Anfang der 90er eine echte Retro-Bewegung, Bands, die es sich tatsächlich zum Ziel setzten, den Sound des Progressive Rock der 70er wieder aufleben zu lassen.

Vorneweg marschierten hier die US-Band (++)Spock's Beard,
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, sowie die (+)Flower Kings aus dem neuen Prog-Mekka, Schweden.

In kürzester Zeit hat sich Anfang der 90er auch eine vornehmlich aus Abiturienten bestehende schwedische Band innerhalb der Underground-Prog-Szene Weltruhm erspielt, nämlich (-)Änglagard(Höstsejd Teil 1)(Höstsejd Teil 2). Leider löste sich die Band nach zwei Studio-Alben und einem Live-Album bereits wieder auf.


New Art Rock

Etwa parallel zur Retro-Szene entwickelte sich eine Musikform, die versuchte, Elemente des Progressive Rock und Psychedelic mit modernem Stoner-Rock und Alternative zu vermischen. Für diese Bands gibt es die Bezeichnung New Art Rock, wobei dieser Begriff wesentlich weicher ist und gelegentlich Bands umfasst, die eher in den Postrock fallen, aber auch Bands, die einfach in keine Schublade passen wollen, landen am Ende oft hier.

Die bedeutendste Band dieser Gattung ist (+)Porcupine Tree. Auf der anderen Seite wird auch (-)Tool gerne in diese Schublade gesteckt, eben mangels anderer passender Ablagemöglichkeiten. Ebenfalls beachten sollte man (+)Anekdoten
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.


Demnächst gibt es noch Progmetal, Canterbury, Jazzrock/Fusion, Deutsche Avantgarde, Zeuhl, RIO/Chamber-Rock sowie Postrock.
« Letzte Änderung: 30.11.2008 | 11:29 von Crimson King » Gespeichert

Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

Der Deutsche hält nämlich Parteien, die versuchen, das umzusetzen, was er selber für richtig hält, für linke Spinner.
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Rabenmund

« Antworten #5 am: 26.11.2008 | 19:38 »

Zitat
Electro/Aggrotech:
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Was Heretic da verstümmelt anfing kann ich gerne etwas ausführlicher fortsetzen.

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Soweit für heute, verzeiht die kaum vorhandene Beschreibung der Musik der Bands...so was liegt mir nicht so ganz Wink
Rabenmund
« Letzte Änderung: 26.11.2008 | 19:49 von Rabenmund » Gespeichert

Ich bin schriftlich meist ein kurzer und knapper Schreiber. Sollten Beiträge dadurch schroff oder unfreundlich wirken, weisst mich kurz darauf hin.
 
Am Besten stellt man sich meine Aussagen mit einer lebendigen Mimik vor, dann bekommt man ein Bild davon Wink
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« Antworten #6 am: 30.11.2008 | 14:43 »

Ich lösche hier mal meine Posts raus, damit dieser Thread so knapp und übersichtlich wie möglich bleibt.
Alle Diskussionen zu den Listen, Änderungsvorschläge, Begeisterungsstürme, Vorschläge, für neue Listen...bitte erst in den Diskussionsthread posten und dann hierhin übernehmen.
einmal, damit es die Diskutanden mitbekommen und dann, um die Form einheitlich halten zu können.

lieben Gruß,
Alex

P.S.
da ich die Posts jetzt rausgelöscht hatte:

Cool, dass ihr mitmacht!  thumbsup
« Letzte Änderung: 3.03.2009 | 10:00 von All Flesh must be eaten! » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 1.12.2008 | 00:24 »

Metal

Thrash-Metal

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(++) Anthrax - Got the Time (New York/New Jersey)
(+) Slayer - Raining Blood (San Francisco Bay Area)
(+) Sodom - Ausgebombt (Deutschland)

Speed-Metal

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(+) Accept - Fast as a Shark (Eines der ersten Speed-Metal-Stücke)
(+) Overkill - Elimination (Tendenz Richtung Thrash-Metal)
(+) Helloween - I want out (Tendenz Richtung Power-Metal)
(+) Stratovarius - Speed of Light (Tendenz Richtung Power-Metal)
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« Antworten #8 am: 2.12.2008 | 10:34 »

Elektro/Alternative/Nordisch
(+++)Lykke Li - I'm good, i'm gone Leichter Indypop mit Swingeinflüssen,eine leicht gebrochene Frauenstimme...Musik für Sehnsüchtige.
(+++)Kaada - No you don't Alte Songs, neu gesamplet, teilweise in anderen Rhythmen als gedacht, Retroflair mit Schalplattenkrächzen
(+++)The Knife - Heartbeats Elektro mit viel Steeldrum, Kitsch, einer der typischen Stimmen und interessanten! Videos(Tipp!)!
(++)Björk - all is full of Love Eine sehr kritische und sarkastische Künstlerin, die ihr eigenes Ding macht
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« Letzte Änderung: 12.12.2009 | 15:04 von Destruktive_Kritik » Gespeichert

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« Antworten #9 am: 2.12.2008 | 21:38 »

Elektronica

(+++) The Crystal Method - Keep Hope Alive: Richtig fette Basedrums und groovende Beats, die einfach nur "rocken".
Spoiler (click to show/hide)

(++) Fatboy Slim - Right Here, Right Now: Dieser Song hat eine wunderbare Soundfläche, die einen am Anfang regelrecht davon fliegen lässt. Der dann einsetzende Beat wirkt zwar im ersten Moment unpassend, etwas unsauber und hat deshalb auch etwas punkiges. Aber immer wieder wird das durch das Hauptthema durchbrochen, was m.E. ziemlich typisch für dieses Genre ist: Das ständige Variieren und Zurückkommen auf das Hauptthema. Insgesamt auch ein Song, der eine recht positive und energetische Stimmung verbreitet.
Spoiler (click to show/hide)

(-) Aphex Twin - Window Licker: Hier ist natürlich erstmal das Video ziemlich cool, aber es bringt m.E. ganz gut den bisweilen anarchistischen Tenor von Aphex rüber. Also anarcho-sexy wäre das richtige Wort dafür. Wink Allerdings macht Aphex doch irgendwie schon sein eigens Ding. Der Songs besteht aus ein paar blöden Beats, diversen Loops, die willkürlich zerstückelt sind ... aber auch ein paar wirklich absolut schöne Sweepsounds mischen sich darunter.
Spoiler (click to show/hide)

(++) Mouse on Mars - Twift: Schöne runde Basedrums und Beats sowie leichte Sweeps im Hintergrund. Erinnert zum Teil etwas an Dub.
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Alternative/Punk/Dub

(++) Asian Dub Foundation - Fortress Europe: Fetter Bass, coole Breakbeats und der typische Dub-Gesang. Einfach ziemlich klasse, wie dieser Song vorführt, dass harte und energetische Musik auch anders klingen und ROCKEN kann!
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« Antworten #10 am: 3.12.2008 | 16:50 »

Jazz

Swing

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(++) Casa Loma Orchestra - Do The New York
(+++) Glenn Miller - In The Mood
(++) Benny Goodman & His Orchestra - Sing Sing Sing

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« Antworten #11 am: 5.12.2008 | 13:53 »

Punk

Deutschpunk
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(+++) Slime - Deutschland muss sterben
(++) Razzia - Nacht im Ghetto
(+++) Knochenfabrik - Filmriss
(+) Toxoplasma - Asozial
« Letzte Änderung: 6.12.2008 | 19:32 von Alrik » Gespeichert

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« Antworten #12 am: 5.12.2008 | 14:29 »

Punk

(+++) Sekptiker - Der Rufer in der Wüste schweigt: Der Song ist relativ ruhig, baut sich stimmungsmäßig wirklich vorbildlich auf ... und vom Text her einfach mal eine Wonne. Ein Beispiel für OST-Punk.
Spoiler (click to show/hide)

(++) Feeling B - Lied von der unruhevollen Jugend: Naja, auf dem ersten Blick klingt's nicht nach Punk. Aber die Band ist bei MySpace als "Punk" eingetragen und zählt ebenfalls zum "Ost-Punk-Urgestein"; sollte mensch also mal gehört haben. Eventuelle Übereinstimmungen mit anderen Personen sind natürlich rein zufällig. Wink


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Alrik
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gerd

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« Antworten #13 am: 6.12.2008 | 19:30 »

Ska
Bis heute gibt es drei „Wellen“ (waves) des Ska: Die ursprüngliche, jamaikanische Welle fand Anfang der 1960er Jahre statt. Aus dieser Musik entwickelten sich später Rocksteady und Reggae. Die zweite Welle des Ska kam in England Ende der 1970er auf. Mitte der 1980er breitete sich die dritte Welle weltweit aus. Im Gefolge der dritten Welle des Ska traten bzw. treten auch wieder Bands auf, die zur ersten und zweiten Welle des Ska gehören. Die Tanzart zu Ska ist das so genannte Skanking (deutsch: Skanken).
Quelle: Wikipedia


(+++) Ska-P - Cannabis Wohl eine der bekanntesten Hymnen des Ska und einfach nur genial! thumbsup
(++) The Skatalites - Guns of Navarone Eine der ersten Skabands... und bis heute aktiv
(+) The Busters - Revolution Rock Die bekannteste deutsche Band
(+++) Streetlight Manifesto - Down, down, down to Mephisto's Cafe Meine absolute Lieblings-Ska-Band überhaupt. Keine neutrale Meinung möglich (hier nochmal live! und mit MySpace Profil!) thumbsup thumbsup
(++)Mad Caddies - Drinking for 11 auch sehr famos!
(+++) Los Nuevos Mutantes - Aerodynamik spitzen Skapunk-Band aus D-land
« Letzte Änderung: 6.12.2008 | 19:38 von Alrik » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 6.12.2008 | 20:04 »

Skatepunk
Skatepunk (Auch Skatecore oder Skate-Thrash) bezeichnet einen Teil der Punk/Hardcore-Szene, der sich vor allem mit Skateboarding befasst.

Häufig wird Skatepunk als bestimmte Musikrichtung angesehen und fälschlicherweise mit Melodycore gleichgesetzt, was jedoch eine Verallgemeinerung darstellt. Des Weiteren spielen viele Skatepunk-Bands wie Gang Green oder JFA keinen Melodycore, sondern eher chaotischen Old-School-Hardcore, und Gruppen wie die U.S. Bombs und The Hunns Streetpunk. In den 90er Jahren war in der Skaterszene zusätzlich Grunge sehr beliebt, seit Ende der 90er wurde der Metalcore immer beliebter.
Quelle: Wikipedia


(++) Pennywise - Fuck Authority Band aus Kalifornien und eine der populärsten
(+++) Anti-Flag standen in der Kritik, da sie trotz antikapitalistischer Inhalte einen Major-Label Vertrag eingegangen sind. Aber klasse Musik!
(++) NOFX - Don't Call Me White auch sehr populär.
(+++) Rancid - Nihilism Nicht direkt Skatepunk, aber viele Dinger von denen gehen stark in die Richtung
(+)ZSK - Keine Angst und zum Schluss noch was aus dem deutschsprachigen Raum
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« Antworten #15 am: 8.02.2009 | 15:48 »

Surf:

Ich verweise einfach mal auf die Wikipedia da steht eine ganze Menge zu dem Stil drin: http://de.wikipedia.org/wiki/Surf
Der Surf ist keinesfalls tot es gibt immer wieder Bands, die den Surf aufgreifen.
Die folgenden Bands sind aber sicherlich eher das, was man so als die Gründerväter des Stils bezeichnen kann.

The Tornadoes
Dick Dale-The king of surf guitar
The Ventures(imho werden die Hörbeispiele dem breiten Spektrum der Band nicht gerecht. Eigentlich haben die sehr viele unterschiedliche Arten von Instrumentalmusik gemacht.)
The Surfaris


sonstige surfbasierte Instrumentalmusik
Los Banditos (Freakige Instrumentalmusik, die sich selbst nicht zu ernst nimmt.)




« Letzte Änderung: 8.02.2009 | 15:50 von Le Rat » Gespeichert
Adanos
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« Antworten #16 am: 12.02.2009 | 20:07 »

Metal

Black Metal
Mittlerweile hat sich der Begriff des Black Metal stark gewandelt und ist erschreckend unangenehm von Intoleranz und Ideologie durchsetzt. In dieser Liste nehme ich daher sowohl ein paar alte Klassiker auf, als auch modernere Spielarten.
Black Metal ist von der Athmosphäre sehr düster, ehemals von okkulten und satanischen Themen geprägt beschäftigt er sich in der heutigen Zeit mehr mit Nihilismus und Hass an sich. Häufig wird diese Musik aber von Fans ernster genommen, als sie eigentlich sein soll (sage ich zumindest Wink)


(--)Darkthrone - Transsilvanian Hunger[/
url] - Dieser Song ist ein sehr klassisches Old School Black Metal Stück. Die Produktion wirkt roh und unfertig, die Struktur ist relativ simpel, sie basiert nur auf wenigen Riffs. Die Vocals sind charakteristisch für Black Metal kreischend. Darkthrone sind in ihren Anfangswerken einer der namhaftesten Vertreter des norwegischen Black Metals, welcher als der ursprüngliche in Europa gilt.
(--)Behexen - Fist of the Satanist - Hier ein etwas moderne Vertreter des Black Metal. Der Song hat ein starkes Riff und weist wiederum die charakteristischen Black Metal Vocals auf. Die Lyrics handeln von Satanismus, was für Black Metal recht typisch ist.
(--)Burzum - Lost Wisdom - Der Stil von Burzum in den Anfangstagen begründete eine eher langsame Spielart des Black Metal, aus dem später der Depressive Black Metal hervorging. Der Musiker hinter Burzum ist zwar dem rechtsradikalen Lager nahestehen, allerdings sind in der Musik keine derartigen Aussagen zu finden. Der Inhalt handelt vom Heidentum der Nordmänner. Mittlerweile macht er aber keyboardlastigen Ambient-Sound.
(+)Arcturus - Raudt og Svart - Hier ein sehr progressiver Vertreter des Black Metal (zumindest in der frühen Schaffensphase). Ähnlichkeiten zu den Bekannten Dimmu Borgir sind erkennbar, wechsel von Screams zu Klargesang und massiver Keyboardeinsatz. Dafür sind die Songstrukturen gut elaboriert und der Sänger leistet sehr gute Arbeit (ich bin allerdings auch Fanboy Wink). Arcturus existieren auch länger und haben auch ihren Stil stark verändert.

Melodic Death Metal
Im Gegensatz zum traditionellen ursprünglich aus Amerika stammenden Death Metal entwickelten sich in Europa auch musikalischere Spielrichtungen. Tiefe Death-Metal-Grunts treffen auf ausgeprägte Melodieführungen und starke Soli.
Neben der schwedischen Göteborgszene (siehe oben), hat auch die finnische einen charakteristischen Sound. Häufig ist innerhalb diese Richtung auch der Einsatz von Keyboards.

(+) Insomnium - Mortal Share - Meines Erachtens verkörpert niemand den typischen Finnen-Sound besser als Insomnium. Ausgefeilte Melodien sorgen für eine eher melancholische Athmosphäre. Keyboards sind eher selten.
(+) Kalmah - They will return - Kalmah gehen mehr in Richtung Thrash Metal und haben genrell ein recht schnelles Tempo bei ihren Songs. Keyboards sind stets präsent.
(+) Children of Bodom - Lake Bodom - Zumindest auf dieser Platte kann man es noch dieser Richtung zuordnen. Ähnlich wie Kalmah sind die Thrash Metal Einflüsse und das schnelle Tempo. Für Children of Bodom kennzeichnend sind die Soli-Duelle von Leadgitarre und Keyboard. Der Stil der Band ist in letzter Zeit aber mehr in Richtung Thrash- und Heavy Metal gegangen, so dass es letztendlich keine definitive Referenz ist.
(+) Callenish Circle - Ignorant - Nach den ganzen Finnen zur Abwechslung mal ein Paar Belgier. Hier ist der Einsatz von elektronischen Samples ein Unterscheidungskriterium. Die Riffs wirken auch leicht härter.

Funeral Doom Metal
Kennzeichnend ist die Langsamkeit der Musik, zusammen mit der allgemein düsteren Athmosphäre, die diese Spielrichtung des Doom Metals auszeichnet.

(+) Skepticism - The Rising of the Flames - zusammen mit Thergothon die Begründer dieses Genres. Stark orgellastig. Aus Finnland.
(-) Ahab - The Pacific - recht junge Band aus Deutschland, hat aber das Zeug zum Klassiker zu werden
(--) Evoken - Tragedy Eternal - Das "Flaggschiff" des Funeral Dooms aus den USA. Recht typischer Genrevertreter.

Doom Metal
Klassische Vertreter sind sogar recht bekannt, nämlich niemand anderes als Black Sabbath. Kennzeichnend ist, dass die Musik im Gegensatz zum Heavy Metal eher langsam und weniger höhenlastig ist. Dazu neigen die Melodien dazu, sich zu wiederholen.

(+) Saint Vitus - I Bleed Black  - Klassischer Doom Metal im Stile von Black Sabbath.
(++) Solitude Aeturnus - Black Chapel -  Bekannter Vertreter, noch stark in Heavy Metal Tradition, was die Vocals angeht.
(+) Reverend Bizarre - Doom over the world - Recht typisch für Doom Metal, ist die gleichmäßige Songstruktur, hier ist das Tempo zur Abwechslung etwas schneller.

Drone Doom
Diese Richtung ist verkörpert am ehesten die Essenz des Doom Metal. Extrem langsame und verzerrte Songs, mittels Effektgeräten zu einem konstanten Dröhnen und Brummen verzerrt. Gesang gibt es nur selten. Sehr schwer eingängig! Interessanterweise konzentrieren sich die meisten Bands (oder besser gesagt Projekte) um immer die gleichen Künstler.

(--) Sunn O))) - Mocking Solemnity - Die nach einer Verstärkermarke benannten bekanntesten Vertreter dieses Genres. Die Musiker sind in zahlreichen anderen Drone-Projekten aktiv.
(-) Black Shape of Nexus - III - Hier mal was mit Gesang. Geht auch etwas in Richtung Sludge.


Rock

Post Rock
zunächst: es gilt die englische Aussprache. Mit Briefzustellung hat das nicht zu tun. Der Post Rock kennzeichnet sich durch das aufbrechen traditioneller Strukturen der Rock Musik. Es wird entweder ganz auf Gesang verzichtet, oder dieser ist selten oder in einer fremden, ungewöhnlichen Sprache. Die Songs sind häufig sehr lang und enthalten immer wiederkehrende Melodiemuster (= loops). Gelegentlich wird die Musik auch über elektronische Samples erweitert. Es gibt auch oft Ähnlichkeiten zur Ambient-Musik.

(+) Explosions in the sky - Your Hand in Mine - Hier kann man gut die loops heraushören, weiterhin zeichnet sich die Band durch den völligen Verzicht auf lyrics und Gesang aus.
(+) Sigur Rós - Ágaetis Byrjun - Diese Band stammt aus Island und verwendet einen besonders lautmalerischen Falsettgesang, gelegentlich auch in einer Fantasiesprache ("Hopeländisch"), aber meist Isländisch. Der Gitarrist spielt seine Gitarre übrigens mit einem Geigenbogen.
(+) Russian Circles - Death Rides a Horse - Etwas mehr im Progressive Rock Bereich angesiedelt.

Adult oriented Rock
Diese Bezeichnung ist recht neu, die Musik ist aber auf jedenfall diejenige, die man unter "Classic Rock" verbindet. Gemeint ist damit, dass dies eine Spielart des Hard Rock war, die mehr auf ein "reifes" Publikum zugeschnitten war, in textlicher oder musikalischer Hinsicht. Und: damals konnten die Jungs noch richtige Soli spielen Wink

(+++) Boston - More than a feeling- hat man bestimmt schon mal im Autoradio unbewusst gehört. Hat gute Soli und eine gute Melodie.
(+++) Toto - Africa - ebenso ein weltbekannter Song. Er zeichnet sich besonders durch die gute Arbeit des Keyboarders aus. Die Melodien sind recht eingängig.
(++) Chicago - If you leave me now - Kennzeichnend ist die Verwendung von Blasinstrumenten, klingt schon mehr jazzig.

« Letzte Änderung: 13.02.2009 | 02:43 von Adanos » Gespeichert
Plansch-Ente
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« Antworten #17 am: 2.03.2009 | 17:29 »

"amerikanischer" Death Metal - Ich nenn ihn mal so... Smiley

Six Feet Under - Kein Sänger im Death Metal Bereich hat eine ekelhaftere Stimme als Chris Barnes Cheesy...und ich meine das positiv XD. Six Feet Under sticht vor allem durch seine langsamere und groovigere Variante des amerikanischen Death Metal heraus.
Cannibal Corpse - Cannibal Corpse ist schnell. Aggressiv. Böse Smiley
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