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Autor Thema: Fading Suns: Weder Fisch noch Fleisch?  (Gelesen 4726 mal)
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Boba Fett
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« am: 27.05.2009 | 11:01 »

Aus dem [Fading Einstieg] Welche Bücher, was für Fakten? - Thread stammt folgende Aussage:

...FS hat den Fluch, den einer meiner Mitspieler einmal so formulierte:
"Fading Suns hat kein Gesicht! Das ist so ein *Allet-jeht-Setting*, wo man sich aussuchen kann, was man möchte und am Ende wieder alleine gelassen wird."

Das hätte ich doch gern mal besprochen.

Ich kann das ehrlich gesagt gar nicht nachvollziehen, da es eben nicht ein "anything goes" gibt.
Ganz im Gegenteil, extrem vieles aus der SF geht eben gerade nicht.

Alles was in Sachen High-Tech und Technogebabbel (siehe Star Trek) geht, ist doch schon ausgeschlossen.
Und die High Tech Elemente sind völlig mystifiziert, so dass man eher von "magischen Artefakten" sprechen kann, als denn von Technogebabbel.
Durch die Sprungtore und das Monopol der Gilde wird die Raumfahrt sehr eindeutig definiert. Raumsachiffe ähneln wohl denen aus Star Wars (mit einem "Frag nicht nach dem 'wie es funktioniert'")
Roboter, KI, Virtuelle Realitäten, Dyson Sphäre, Ringwelt, etc. bla bla sind Elemente, die es nicht gibt und die auch keinen echten Sinn im Fading Suns machen (sicherlich könnte es eine KI geben, aber das wäre eher ein "Geist" wie im Fantasy, als eine künstliche Intelligenz, wie sie bei William Gison oder anderswo aufauchen würde).

Natürlich gibt es Dinge, die 'geklaut' oder übernommen wurden, und davon sogar jede Menge.
Der Symbionten-Krieg erinnert mich zB an Warhammer 40K, die Adelshäuser an Dune (insbesondere: Hawkwood = Atreides, Decados = Harkonnen), die orthodoxe Kirche an 'Name der Rose' und die Vau an die Vorlonen von Babylon 5...

Und sicherlich lässt sich Fading Suns auch auf ganz unterschiedlichen Bühnen spielen.
Man kann als Adeliger Intrigenspielchen treiben, Artefakte a'la Indiana Jones suchen, mit seinem Frachter durch die Gegend fliegen, wie Han Solo oder Warhammer 40K-Space Marine am Sprungtor von Stigmata spielen. Und natürlich gibt es auch noch andere Gelegenheiten.

Ich denke, der Spielleiter muss sich daraus eine Bühne wählen und diese Konsequent aufbereiten.
Wer sich nicht entscheiden kann und versucht alles zu bedienen, der wird sicherlich das "weder Fisch noch Fleisch" Problem erleben.

Trotzdem ist das Fading Suns Universum eher speziell als eine "eierlegende Wollmilchsau" - und auch wenn es einiges "ermöglicht", verhindert es doch eigentlich wesentlich mehr, was in der SF als Option denkbar ist.

Wie seht Ihr das?
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« Antworten #1 am: 27.05.2009 | 11:31 »

Fading Suns hat für mich ganz klar ein Gesicht. Aber das ist mehr ein Rahmen, der eine solche Vielfalt möglicher Genres(!) umschließt, dass es schwer fällt sich zu entscheiden.
Man kann Starshiptroopers, Name der Rose, Dune, Western, Detektiv, Chtulhuides, MIttelalterüberlebenshorror,TEchnikschock, Gildenpolitik,HanSolo, Adelshöfe in zig Geschmacksrichtungen, Verschwörungstheorien, Weltenveränderndes, Orientalisch angehauchtes im Stil der Antike/ersten Weltkrieg/JulesVerne/SciFi/..., Rebellengeschichten aus Sicht jeder beliebigen Minderheit(Ketzer, Psioniker, Alienrasse), Avesti-truppe, Kirchendelegation, Botschaftermissionen, drei Musketiere, Eden,...
spielen und das alles irgendwie stimmig in die gleiche Welt zu packen ist als SL schwierig.

Als Spieler mit dieser Auswahl konfrontiert bleibt verständlicherweise nur "Beliebigkeit" als prägendes Element übrig.
Da fallen die paar Einschränkungen auch nicht weiter auf.


Zudem muss man sagen, dass ich nicht sonderlich nach Kanon spiele und ich ein Fan von HardSF bin. Bei mir sahen die Schiffe eher nach Ubooten aus, sollten sie Atmospherentauglich sein, und hatten riesige Wärmeabstrahl/Solaranlagen.
Außerdem habe ich in Rücksicht auf die Spieler einen großen Wert auf gildenferne Mafia gelegt. Die Scraver und Reeves hatten da zwar ihre Finger drin, aber das Meiste kam von Yeomen, die sich halt in einer Parallelgesellschaft organisiert haben.
Auch die Symbionten sind bei mir keine Ökoterroristen, sondern eher ein komplett anderes Lebensmodell.
Ich habe den Schwerpunkt der Kampagne auf die verschiedenen Kulturansätze gelegt, die man in FS finden kann und das unter der Prämisse, dass sobald viele Menschen/Wesen an einem Ort zusammenkommen etwas mit der Aggression passieren muss. Es gibt da Entinitäten, regelrechte Dämonen, die sich von dieser Aggression ernähren und sie den Menschen so teilweise nehmen. Wo diese schlafen, gibt es die friedlichsten großen Städte...(Marzi: Lumen, Lycidas, Lilith...). Das ist quasi eine Abwandlung der Doramosheresie, nahc der in jedem Planet ein gefallener Gott steckt.
Die Ukar und die Ubun haben ihre Götter vertrieben/wurden verlassen und habe daraufhin andere Wege gesucht, mit dem Urge klarzukommen.
Die Symbionten entgehen der Aggression, indem sie sich bedingungslos der Bimasse anschließen und der Schöpfung lauschen, natürlich auf Kosten des Individuums.

Am Ende der Kampagne sollten die SCs alle Mittel in der Hand haben, für eine Enklave von 200 Vuldrokflüchtlingen(+Frauenraub) und 300Ukar auf einer riesigen Raumstation/Annunakiruine+2nd Rep.Tech eine Gesellschaft aufzubauen und deren Konzept zu bestimmen (aber das habe ich nicht mehr geschafft.)
Sie hatten eine KI als gesetzgeber/Richter, Symbiontensporen, einen Beschwörungsritus und Bannkreis für Slluuuuthieeek(oder wie der heißt), einen Ukar priester, einen Menschlichen Priester, UbunGesetzestexte und eben die KI der 2.Rep. und damit völlig freie Hand.

Da verwundert es nicht, dass die Spieler ein wenig erschlagen waren Grin

« Letzte Änderung: 27.05.2009 | 11:36 von Destruktive Kritik » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 27.05.2009 | 12:02 »

Fading Suns hätte kein Gesicht?
Das möchte ich so nicht stehen lassen. Fading Suns hat sehr wohl ein Gesicht. Erstens gibt es sehr definierende und ziemlich konkrete Elemente im Hintergrund. Ich zähle einmal ein paar auf: Sprungtore, Adelsstand, Sathra-Effekt, Gilden, eine ausführliche Geschichtsbeschreibung, Illegalität der Psikräfte, die sterbenden Sonnen, Existenz von Dämonen, ... Man sieht, es gibt durchaus zahlreiche Elemente, die die Welt von Fading Suns auch von Dune abheben, noch viel mehr also von anderen Settings.

Zweitens definiert auch das Artwork etliches vor und formt (zumindest bei mir) ein recht konkretes Bild der Welt der sterbenden Sonnen.

Im Übrigen stimme ich dir insbesondere hier zu, Boba:
Zitat
Ich denke, der Spielleiter muss sich daraus eine Bühne wählen und diese Konsequent aufbereiten.
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« Antworten #3 am: 27.05.2009 | 12:11 »

Das Problem ist ja, dass es fast unmöglich ist, die Westernkampagne nach der Adelsintrige zu spielen und das Gefühl zu haben, man befände sich im gleichen Universum.
FS ist viele, viele Spiele unter einem großen Thema(rRenaissance) mit ganz vielen kleinen Verästelungen.

Ninjaedit:
Der Vorbereitungsaufwand für FS ist groß, sogar noch größer als bei der WoD.

« Letzte Änderung: 27.05.2009 | 12:20 von Destruktive Kritik » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 27.05.2009 | 12:16 »

Hallo,

auch ich stimme euch zu, dass FS sehr wohl ein Gesicht hat. Allerdings wechseln wir in unserer Runde die Bühne, um bei dem Bild zu bleiben. Wobei wir drei sich abwechselnde SLen sind. Zwei davon sind eher technisch versiert und bestücken eher das Indiana Jones Klischee, und ich bediene eher die Intrigen und die mystischen Aspekte ins Spiel bringe.
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Boba Fett
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« Antworten #5 am: 27.05.2009 | 12:59 »


Man kann ... spielen und das alles irgendwie stimmig in die gleiche Welt zu packen ist als SL schwierig.

Als Spieler mit dieser Auswahl konfrontiert bleibt verständlicherweise nur "Beliebigkeit" als prägendes Element übrig.

Zustimmung...

Das ist letztendlich so, als würde man im 19. Jahrhundert auf der Erde spielen.
Wild West, Industrielle Revolution, British Victorian Empire, Napoleon, Indien, China, Kolonisierung Australiens, Folgen der französische Revolution, ...
Und dazu noch Lovecrafts Cthulhu, Dracula und Frankenstein, um übernatürliche Genres der Zeit zu nehmen...
Wenn man da eine Charaktergruppe aus allen Teilen der Welt zusammenbaut, dann wird es auch mehr als bunt und schwierig.

Deswegen gibt es ja auch Rollenspiele, die sich mit dem Wild West Thema beschäftigen, aber den Rest der Welt auslassen, oder die sich mit dem victorianischen Genze befassen, aber den Wilden Westen links liegen lassen, oder ode...

Fading Suns macht das nicht, aber da empfiehlt es sich in der Rollenspielrunde zu besprechen, was zum Kampagneninhalt gemacht werden soll - und sich dann (sowohl was den Inhalt, als auch was die Charakterwahl angeht) gewidmet wird.
Und dann kann zwar der "Ukar - Artefaktsucher" als SC in einer Adelsrunde auftauchen, aber der Spieler ist sich dann eben auch bewusst, dass seine Figur genauso auffällig ist, wie ein Indianer der am eurpäischen Adelshofe zu "Gast" ist - und das sein Wort auch ungefähr genauso viel Beachtung findet. Oder dass ein Adliger auch auf Schatzsuche gehen kann, aber sein Status wenig wert sein dürfte.
Was man eben vermeiden sollte, ist, die große Rundreise durch alle Genres zu starten, alles zuzulassen und wöchentlich die jeweils nächste Spielsitzung in einem gefühlt "ganz anderem Setting" stattfinden zu lassen.

Oder wenn man das macht, sollte man sich der Folgen eben bewusst sein...
« Letzte Änderung: 27.05.2009 | 13:39 von Boba Fett » Gespeichert

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« Antworten #6 am: 28.05.2009 | 12:59 »

Ich finde schon, das FS einen speziellen Charakter hat. Das große Thema der sterbenden Sonnen definiert schließlich sehr viel der Stimmung der under Verhaltensweisen der Menschen.

Ich habe das Gefühl, das für FS eine echte Geschichte geschaffen wurde, die auch recht glaubwürdig ist. Heutzutage ist ja auch sehr viel möglich. Wenn sich die Menschheit ein wenig in die Zukunft bewegt, wird sicherlich diese Viefalt nicht verloren gehen.
Ich finde eher, das viele andere Systeme einen künstlich beschneiden, damit das Setting noch passt.

Schon beim ersten Kontakt hat mich die glaubwürdige Vielfältigkeit fasziniert.
Ist manchmal schwer Spieler auch dafür zu begeistern, vor allem wenn sie das System überhaupt nicht kennen. Da kann man etwas verloren sein.
FS erfordert also nicht nur vom SL etwas mehr Arbeit, als andere Systeme die mit bekannterem Muster arbeiten.
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« Antworten #7 am: 28.05.2009 | 13:48 »

DIese Glaubwürdigkeit ist aber zerbrechlich und echt nicht vielen einfach so zugänglich.
Dieser Rückfall in das Feudalsystem, die Macht der Kirche und das Technologiegefälle strapazieren bei vielen Leuten die Suspension of Disbelief ganz gewaltig, obwohl ich persönlich finde, dass das doch ganz gut passt.
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« Antworten #8 am: 28.05.2009 | 13:54 »

Der Untertitel des Spiels ist "A futuristic Passion Play". Damit wäre das Gesicht von FS ziemlich gut beschrieben.

FS zieht seine Inspiration vornehmlich aus Dune und Babylon 5, zumindest nach meiner Wahrnehmung, grob im Verhältnis 2:1. Das heißt Mystik, Politik, Intrigen. Plot und innere Charakterentwicklung gehen vor Action und äußere Charakterentwicklung.
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Schwarmdummheit: Idiotischerweise haben wir ein System geschaffen, das die Rationalität des Einzelnen mit tödlicher Präzision zur Grundlage eines kollektiven Irrsinns macht, der uns Entscheidungen treffen lässt, die innerhalb des Systems als „klug“, ja sogar „vernünftig“ erscheinen, obwohl sie in Wahrheit von atemberaubender Dummheit sind.

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« Antworten #9 am: 28.05.2009 | 13:56 »

Für mich hat Fading Suns ganz klar ein Gesicht, bzw. ist recht klar definiert. Ich sag meine Spielern immer als allererstes "Is wie Dune" und dann erklär die Grundideen.

Das sich viele Spieler darin verloren vorkommen oder meinen es sei ein Kuddelmuddel /anything goes Setting liegt wohl eher darin, dass sie sich nicht selbst (so intensiv wie früher) mit dem Setting beschäftigen oder der SL es nicht schafft, das "Thema" eindeutig zu erklären. Ich geb zu, dass FS recht komplex ist und einige -teils sehr verschieden- Elemente miteinander vermischt. Man muss sich schon ein wenig mit dem Setting beschäftigen (wollen).

Das "alllet jeht" als negativ gewertet wird, kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen weil ich das als großen Pluspunkt sehe, zum anderen weil man diesen Vorwurf wohl den meisten Settings machen kann.
Ich kann bei DSA/ Forgotten Realms/ Ravenloft/ Shadowrun etc auch dutzende von Genres spielen - da stört es aber offenbar niemanden.

Das Problem ist ja, dass es fast unmöglich ist, die Westernkampagne nach der Adelsintrige zu spielen und das Gefühl zu haben, man befände sich im gleichen Universum.
Wenn man mit Westernkampagne jetzt "genau Deadwood oder High Noon oder Tombstone" meint (also genauso wie es auf der Erde war bzw. wie es die Filme/Bücher zeigen), Wild West eben, dann geht es natürlich nicht. Aber wenn man den Gedanken der "Frontier" nimmt und das ins FS Setting pflanzt geht das sehr wohl.
Fading Suns ist eben kein Firefly.

Man darf halt den Rahmen und die Ästhetik des Settings nicht aus den Augen verlieren.
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« Antworten #10 am: 28.05.2009 | 14:43 »

Der Untertitel des Spiels ist "A futuristic Passion Play". Damit wäre das Gesicht von FS ziemlich gut beschrieben.

Findest Du? Finde ich nicht. Das ist zwar eine schöne Marketingfloskel, aber von einem Passionsspiel haben die Geschichten, von denen ich so überlicherweise höre gar nichts an sich. Und das wird vom System her auch nirgendwo motiviert. Was ich aber auch wiederum gar nicht schlimm finde, Passionsspiele sind eh doof.  Wink
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« Antworten #11 am: 28.05.2009 | 14:49 »

... Und das wird vom System her auch nirgendwo motiviert. ...

Sehe ich anders.

Die seelischen Fertigkeiten sowie Incite Passion und Calm bieten doch Raum für Passion Play.
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« Antworten #12 am: 28.05.2009 | 14:53 »

Was haben Leidenschaften mit 'nem Passionsspiel zu tun?
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« Antworten #13 am: 28.05.2009 | 14:55 »

Sie geben die Regelungen, wie man nicht-Kämpfe regeltechnisch umsetzen kann...zwar nicht sehr eleganthier, aber dennoch vorhanden!
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« Antworten #14 am: 28.05.2009 | 15:04 »

Vielleicht drücke ich mich ja extrem unverständlich aus. Aber ein Passionsspiel (engl. Passion play) ist das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Passionsspiel

Man könnte jetzt zwar mit den sterbenden Sonnen und dem Untergang der Menschheit argumentieren, da aber das Setting ja doch recht klar in Richtung "Ein neuer Imperator ist gekommen, um alles wieder hinzubiegen" drängt, passt das meiner Meinung nach nicht wirklich.
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« Antworten #15 am: 28.05.2009 | 15:09 »

Findest Du? Finde ich nicht. Das ist zwar eine schöne Marketingfloskel, aber von einem Passionsspiel haben die Geschichten, von denen ich so überlicherweise höre gar nichts an sich. Und das wird vom System her auch nirgendwo motiviert. Was ich aber auch wiederum gar nicht schlimm finde, Passionsspiele sind eh doof.  Wink

Jau, ich habe den Fehler gemacht, wortwörtlich zu übersetzen. Mit Passionsspielen im engeren und weiteren Sinn hat FS dann tatsächlich weniger zu tun. Mit Drama und Leidenschaften allerdings schon.
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« Antworten #16 am: 28.05.2009 | 16:14 »

Ich hab den Untertitel von FS auch gelesen und dann wieder vergessen.
Wenn man passion play im Sinne von Passionsspiel nimmt, dann hat FS damit so rein gar nichts zu tun...
...ich kann mir da eher vorstellen, dass die Macher von FS da die Leidenschaften (passion) und das Drama mit meinten.
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« Antworten #17 am: 28.05.2009 | 16:21 »

Das Schöne ist auch, dass es eigentlich keinen Charakter in den Bekannten Welten gibt, der alles schon gesehen hat.
Man kann jeden mit einem anderen Bestandteil konfrontieren, dass er sprachlos ist.

Das Setting für Wundersame-Reisen-Geschichten!
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« Antworten #18 am: 28.05.2009 | 18:55 »

Ich hab den Untertitel von FS auch gelesen und dann wieder vergessen.
Wenn man passion play im Sinne von Passionsspiel nimmt, dann hat FS damit so rein gar nichts zu tun...
...ich kann mir da eher vorstellen, dass die Macher von FS da die Leidenschaften (passion) und das Drama mit meinten.
Oder es klang einfach nur gut...

Das verwunderliche daran ist aber, dass dann ständig auf vermeintliche Parallelen zum "Medieval Passion Play" hingewiesen wird - und das nicht mehr sonderlich zweideutig...  Wink
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« Antworten #19 am: 28.05.2009 | 19:55 »

Hallo,

also den Bezug zu den Passionspielen habe ich nie zu wahrgenommen, vielleicht bin ich da einfach zu protestantisch und atheistisch zu. Ich habe das immer in Bezug zu Leidenschaften gesetzt, dargestellt ja auch durch die Attribute Introvetiertund Extrovertiert, Passion und Calm und Elemente wie höfischer Liebe.

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« Antworten #20 am: 28.05.2009 | 20:11 »

Es gibt Leute, denen FS zu sehr "alles geht" ist?
Lustigerweise ist meine Einschätzung genau anders herum: FS ist eigentlich nur eine spezialisierte Traveller-Kampagne mit stark verengtem Rahmen und stark definierter Ausgestaltung. (Und mit ein Grund warum ich das Spiel links liegen lasse, denn irgendwie entgeht mir der Sinn eines eigenen *Spiels* für eine reine Kampagne, besonders wenn ich das "Original", welches mir das und noch vieles andere ermöglicht, schon habe.)
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« Antworten #21 am: 28.05.2009 | 20:33 »

Es gibt Leute, denen FS zu sehr "alles geht" ist?
Lustigerweise ist meine Einschätzung genau anders herum: FS ist eigentlich nur eine spezialisierte Traveller-Kampagne mit stark verengtem Rahmen und stark definierter Ausgestaltung. (Und mit ein Grund warum ich das Spiel links liegen lasse, denn irgendwie entgeht mir der Sinn eines eigenen *Spiels* für eine reine Kampagne, besonders wenn ich das "Original", welches mir das und noch vieles andere ermöglicht, schon habe.)
Vielen Dank für diese wertvolle Einsicht.

Wieso dann überhaupt ein anderes SF-Spiel außer Traveller spielen? Oder wieso überhaupt ein anderes Spiel? Immerhin geht bei Traveller doch alles.

Ich muss aber auch mal fragen, was Du über FS überhaupt weißt - denn bei der Fülle an Material, spielbaren Fraktionen, möglichen Ausrichtungen und Abenteuerarten ist eine Aussage wie "eine spezialisierte Kampagne" schlicht Bullshit.
Mag ja sein, daß Traveller nochmal viel mehr Material und Möglichkeiten bietet. Aber FS bietet dann doch etwas mehr als eine einzelne Kampagne, geschweige denn eine spezialisierte. Roll Eyes
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« Antworten #22 am: 28.05.2009 | 20:37 »

Zitat
Und mit ein Grund warum ich das Spiel links liegen lasse, denn irgendwie entgeht mir der Sinn eines eigenen *Spiels* für eine reine Kampagne, besonders wenn ich das "Original", welches mir das und noch vieles andere ermöglicht, schon habe.)
Hmm....bei deiner bekannten Vorliebe für SF-Fantasy-Mischungen hätte ich eigentlich vermutet, daß FS genau das Richtige für dich ist  thumbsup. Meine Empfehlung wäre: Schau es dir doch mal an, denn es lohnt sich. Und FS kann eines hervorragend, was das recht sterile Traveller nicht kann: Mystik und Fantasy ! Während Traveller doch sehr technokratisch ist, unterstützt FS auch Fantasyelemente ziemlich optimal. Psionik IST hier praktisch Magie, Priester haben wirklich mystische Kräfte, etc.pp. Für die leckere Mischung Mittelalterfantasy & Strahlenkanonen ist FS geradezu prädestiniert. Übrigens auch für conanmäßige Mucki-Barbaren auf fliegenden Motorrädern die Laserschwerter schwingen. (schau dir die Vuldrok-Barbaren an - du wirst sie lieben !).
Und genau das ist mit "Vielseitig" gemeint. Die Galaxis von FS ist recht detailiert ausgearbeitet und bietet viele schöne Möglichkeiten: Adelsintrigen alá Machiavelli auf Byzantium Secundus, Rebellenkämpfe auf Cadavus, Spacemarine-Feeling mit den Brother Battle, Flash-Gordon-Abenteuer mit Questing-Knights auf einer der verlorenen Welten, He-Man-Abenteuer mit Vuldrok-SCs.....klar kann man sich das alles auch mit Traveller basteln, aber im Gegensatz zu Traveller hat FS eine riesige Schiffsladung mehr Flair und Atmo.
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« Antworten #23 am: 28.05.2009 | 21:41 »

Ich mag mein Sword&Planet lieber pulpiger und mit bunteren Monstern, wie bei FtA! und Encounter Critical (während meine reinrassige SF ruhig technokratisch sein darf und kann, und ich mit den typischen Trav-Charakteren, die sich mit eigenen Händen über eine harte und tödliche Militärkarriere hinweg ihr Schiff erarbeiten, mehr anfangen kann als mit den i.d.R. von Geburt an privilegierten FS-Helden, wo einfach die Herkunft aus den drei großen K (Königshaus, Klerus, Kontor) die Lizenz zum Weltraumabenteuer ist - auch ein Punkt um aufzuzeigen, wo sich in der Rollenspielgeschichte die 90er von den 70ern entfremdet haben).

Davon abgesehen war der Hinweis auf Trav nur eine Nebenbemerkung als Vergleichsgröße Roll Eyes
Ein Systemkrieg "Trav vs FS" müsste in einem anderen Thread stattfinden...
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« Antworten #24 am: 28.05.2009 | 23:14 »

Zitat
Ich mag mein Sword&Planet lieber pulpiger und mit bunteren Monstern
Och, FS kann schon ziemlich bunt und ziemlich pulpig werden. Man darf nur die sterbenden Sonnen nicht so übermäßig betonen. (Die spielen ohnehin nur eine prominente Rolle, wenn man es auch will. Die Option "Die Sonnen werden garnicht dunkler - die Kirche behauptet es nur" steht ja auch noch offen Wink). Auch die starke Betonung auf "KKK" (hey, das klingt "gut" - nur leider nach was anderem Grin !) ist nicht so heftig. Immerhin gibt es ja auch noch einfache Freigeborene, Aliens, Barbaren, etc.pp.
Gespeichert

Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden !

Komm in´s  RIESLAND !
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