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25.05.2012 | 08:23

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Autor Thema: Systemsuche: Detektivsetting  (Gelesen 401 mal)
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Blutschrei
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Blutschrei

« am: 9.11.2011 | 18:35 »

Heyda, ich hab mal wieder Zeit zum Rollenspielen gefunden und bin auch sogleich bei meiner gefühlt drölfzigsten Systemsuche angekommen Wink

Spieler aus Annweiler bitte nicht weiterlesen, ich weiss noch nicht, in wieweit ich hier Spoiler verbauen werde.

Ich suche ein System, das sich für klassisches Detektivspiel im Jahr 1880 eignet. Es soll einigermaßen verständlich und unkompliziert sein, darf gerne auch ein paar Setting-/Fluffregeln beinhalten. Die Charaktere sollen dabei zwar talentiert aber keine Übermenschen sein. Optionale Regeln für übernatürliches wäre ich nicht abgeneigt, ich kann jedoch auch gut ohne leben.
Vorallem ein schlankes (tödliches) Kampfsystem und Regeln für Verfolgungsjagden sind mir wichtig.

Die Suchfunktion war nicht sonderlich ergiebig, über folgende Systeme habe ich mir mal Gedanken gemacht:

InSpectres: Will ich zwar auch unbedingt mal leiten, ist mir für vorbereitete Abenteuer jedoch zu eperimentell udn unberechenbar.

Cthuluh: Bietet wohl grundlegend das Powerlevel, das ich mir vorstelle und die Regeln scheinen nicht allzu kompliziert, wenn man Geisteskrankheiten über Bord wirft. Meine Kenntnisse vom System sind jedoch ziemlich dünn, taugt es tatsächlich für Detektivsetting ohne das ganze Mythoszeug? Wink

Savage Worlds: Passt mir vom Spielgefühl und Pulp-Faktor her nicht.

Risus: Hmmmm, vielleicht etwas unberechenbar und daher frustrierend, aber aktuell wohl mein Favorit, vorallem weil es für den Neuzugang in der Runde sehr zugänglich ist.


Über Hilfe bin ich wie immer sehr dankbar!
« Letzte Änderung: 9.11.2011 | 18:41 von Blutschrei » Gespeichert

BLOOD, DEATH AND VENGEANCE!!
ErikErikson
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ErikErikson

« Antworten #1 am: 9.11.2011 | 18:40 »

Nimm Cthulhu. Damit lässt sich normale Dedektiverei spielen, ohne irgendwas umzuändern. Und IMHO ist das System einfach gut. Einfach, intuitiv und plausibel. Ausserdem extrem leicht zu modifizieren.
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Tsu
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Tsu

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« Antworten #2 am: 9.11.2011 | 18:43 »

Ich beschneide das ganze etwas mehr... nimm für ein Detektiv Setting Trail of Cthulhu / gumshoe Smiley
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SW ist aber eine eierlegende Wollmilchsau... wenn man natürlich Veganer ist, nützt das einem wenig...
killedcat
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« Antworten #3 am: 9.11.2011 | 18:54 »

Ich möchte die World of Darkness in den Raum werfen. Die Regeln sind simpel, die Erweiterungsmöglichkeiten groß. Allerdings ist das Spiel eher für moderne Detektiv- und vor allem Mystery-Geschichten gedacht. Das Rücksetzen auf anno 1880 scheint mir zwar nicht kompliziert, wäre aber zu leisten.
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Der objektiv schlechteste Rollenspieler der Welt. Taschenlampenfallenlasser. Story-Nutte. Unmenschlicher Spieler-Kleinhalter. Kybernet. Dysfunktional und weltfremd. Kooperativer Luschenspieler. Lebt freudig im Neanderthal Deutschland.
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« Antworten #4 am: 9.11.2011 | 18:58 »

Was Tsu sagt. Nimm Trail of Cthulhu.
Das ist für Detektivplots besonders geeignet.
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Blutschrei
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Blutschrei

« Antworten #5 am: 9.11.2011 | 19:17 »

Also Trail of Cthulhu liest sich zumindest so, als wäre es für den SL zieeemlich kompliziert. Das ist also stark Conflict-Resolution basiert, oder missverstehe ich es? Die Charaktere haben quasi automatisch Erfolg, falls sie mit den richtigen Qualifikationen an der richtigen Stelle sind? Ist das dann nicht mehr Trial and Error als Nachdenken?
Also ich wollte am Sonntag leiten - ich hab relativ viel Zeit und eigentlich nen ganz guten Zugang zu Regelwerken, aber bevor ich etwas experimentelles unsicher leite, würde ich eher zum wohl bodenständigeren "Standard"-Cthulhu greifen.
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Bombshell
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« Antworten #6 am: 9.11.2011 | 19:31 »

Hallo,

Die Charaktere haben quasi automatisch Erfolg, falls sie mit den richtigen Qualifikationen an der richtigen Stelle sind? Ist das dann nicht mehr Trial and Error als Nachdenken?

Wenn man davon ausgeht, das man mit dem Finden des Hinweises auch gleich jegliche Interpretation vorbei ist. Gumshoe setzt den Fokus nicht aufs Finden der Hinweise sondern auf die Interpretation der Hinweise.

MfG

Stefan
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Tequila
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Tequila

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« Antworten #7 am: 9.11.2011 | 19:36 »

Da dir eine übernatürlich Komponente egal ist: Private Eye


Recht schlanke Regeln, aber eine Fülle an Hintergrundinformationen
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Vash the stampede
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Vash the stampede

« Antworten #8 am: 9.11.2011 | 19:39 »

Würde auch zu Cthulhu raten. Dazu gibt es ja auch eine schöne Old School/Lite Variante namens GORE zum kostenlosen Download.

Daneben könnte man sicherlich auch World of Darkness nehmen, das auch sehr gut geeignet ist und in meinen Augen kaum Anpassungen braucht (Fertigkeiten korrigieren und Waffen zurechtstutzen).
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« Antworten #9 am: 10.11.2011 | 17:19 »

Settingmaterial bietet auch Midgard 1880 (wobei ich die Private Eye-Empfehlung auch bedenkenlos unterschreiben kann).
Die Regeln von Midgard 1880 sind eine verschlankte Variante von Midgard Fantasy, ohne Zauber und Übernatürliches kommt nur am Rande vor. Die Beispielabenteuer im alten GRW enthalten es aber. Zwar vom Regeldesign nicht mehr unbedingt zeitgemäß, aber für einen Dinosaurier unter den Regelwerken meiner Meinung nach nicht schlecht. 
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Blechpirat
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« Antworten #10 am: 11.11.2011 | 13:54 »

Gumshoe solltest du wirklich in die engere Wahl nehmen. Es ist m.E. das einzige Rollenspiel, das extra gemacht wurde, um Detektivspiel zu betreiben.
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Boba Fett
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« Antworten #11 am: 11.11.2011 | 13:57 »

Private Eye, sogar in deutsch... Beim Sphaerenmeister zu haben...

Zitat
Werden Sie selbst der größte Detektiv aller Zeiten!

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, im England Queen Victorias, der so genannten Gaslight-Epoche, gehen die Spieler z. B. als Detektive, als Anwälte, Journalistinnen, Polizisten oder alte Damen und Gentlemen auf die Jagd nach Dieben, Betrügern oder Mördern. Dafür wurden die einfach gehaltenen Regeln überarbeitet, sind aber kompatibel geblieben zu der alten Version. Der Spielspaß steht wie immer im Vordergrund, um langwierige Würfelorgien zu vermeiden. Wie bisher bilden die umfangreichen Hintergrundinformationen den größten Teil des Regelwerkes.

Die drei Teile Allgemeines, Stadtlexikon und Kriminalität wurden um neue Texte ergänzt, z. B. zur Mode oder der medizinischen Versorgung. Der Allgemeinteil informiert über England und vor allem London und die verschiedenen Bereiche des Lebens in der Stadt wie das Verkehrswesen oder Unterhaltungsmöglichkeiten. Das Stadtlexikon stellt viele Stadtteile und wichtige Bauwerke vor.

Im Kriminalteil werden die verschiedenen Methoden der Identifizierung, der Gerichtsmedizin und der Spurensuche so dargestellt und erklärt, dass sie leicht ins Spiel übernommen werden können.

Das neue Einführungsabenteuer Familienglück führt die frischgebackenen Detektive auf die Spuren einiger Betrügereien im Pub The King’s Head im London des Jahres 1884. Dazu gibt es einen Stadtplan für das London des Jahres 1895 als separate Farbkarte. Damit bietet das Regelwerk von Private Eye alles, was ein Rollenspiel braucht: Regeln, zahlreiche Hintergrundinformationen und ein Abenteuer.
« Letzte Änderung: 11.11.2011 | 13:59 von Boba Fett » Gespeichert

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Die Redaktion erwartet, dass im Forum sachlich und konstruktiv über Themen diskutiert wird
und die Benutzer freundlich und höflich miteinander umgehen!

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« Antworten #12 am: 11.11.2011 | 13:58 »

Gumshoe solltest du wirklich in die engere Wahl nehmen. Es ist m.E. das einzige Rollenspiel, das extra gemacht wurde, um Detektivspiel zu betreiben.

Wobei man das Grundprinzip problemlos auf andere Systeme übertragen kann  Smiley
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Beware of the fierce Baloks of the Northern Wastelands
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EPs her - oder ich powergame!

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« Antworten #13 am: 12.11.2011 | 16:16 »

Da dir eine übernatürlich Komponente egal ist: Private Eye


Recht schlanke Regeln, aber eine Fülle an Hintergrundinformationen
Wenn du viel Hintergrundmaterial willst, dann die aktuelle version, wenn Dir reteln und ein bißchen Info reichen, gehen auch die älteren Auflagen.
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Glgnfz
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« Antworten #14 am: 12.11.2011 | 16:21 »

Meine Stimme geht auch an Private Eye. thumbsup
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Visionär: "Geht weg ihr Rabauken mit eurer Rockmusik und den Rauschgifthaschischspritzen!"

Coldwyn: "Hach, was haben die Franzosen für schöne Produkte, wir haben irgendwie nur Glgnfz. Wie unfair."
Horatio
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« Antworten #15 am: 12.11.2011 | 19:16 »

Da ich Private Eye vom System her als ein "ausgemisteteres" Call of Cthulhu beschreiben würde (hab es nur einmal auf einer Con gespielt) würde ich es für deine Zwecke auf jeden Fall CoC vorziehen; Zeitlich passt es auch besser; CoC ist ja immer noch 1920er. Leider wird im GRW über den Aufbau von Detektiv-Abenteuern wenig gesagt; dass wird aber nachdem was ich gehört habe im SL-Schirm nachgeliefert.

Gumeshoe ist für Detektivsachen natürlich ein Klasse Ding, aber wenn es dir von der Idee her nicht zusagt, brauchen wir es dir wohl kaum anzupreisen Tongue.
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You see, it did not matter that setting canon and expected style was being broken,
as long as the characters in the story believed in their roles, the Story Guide believed in the consequences of any actions taken,
and the players believed in the story more than mere setting facts. Whatever the story would be in genre and message,
that would be revealed after the fact, not before.
- Eero Tuovinen: A Loveletter to a Story Gamer
Der Narr
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"@[=g3,8d]\&fbb=-q]/hk%fg"

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seliador

« Antworten #16 am: 12.11.2011 | 19:37 »

Es gibt einen Gurps-Quellenband zu Detektivabenteuern (Gurps Mysteries, achtung, "Mystery" ist im englischen ein anderes Genre als das übernatürliche deutsche "Mystery"), in dem man einige Tipps findet, wie man ein Detektivabenteuer entwickeln kann. Gurps ist natürlich an sich auch prima geeignet, wenn man eine eher klassische Regelgrundlage möchte, allerdings ist das Kampfsystem nicht schlank (aber schnell spielbar und tödlich, hat halt eher einen realistischen Touch und ist relativ kleinschrittig) und man muss selber festlegen, welche Vor- und Nachteile man erlaubt und welche Skills man verwendet. Für ein 1880-Setting sollte das aber ziemlich zügig vonstatten gehen. Ich bin mir nur gerade nicht sicher, ob es in Gurps abstrakte Regeln für Verfolgungsjagden gibt. Dafür findet man sonst Regeln für alle erdenklichen Situationen, was gerade in Kriminalabenteuern meiner Meinung nach eine Hilfe sein kann, da die Investigatoren schließlich auch in jegliche erdenkliche Situation geraten können.

@Blutschrei: Verstehe ich das richtig, dass du heute leiten wolltest? Du schriebst Samstag. Wenn ja, berichte doch mal, wie es mit Cthulhu gelaufen ist. Ich finde die Regeln nämlich entgegen der landläufigen Meinung ja ziemlich umfangreich und komplex und keineswegs "light".
« Letzte Änderung: 12.11.2011 | 19:40 von Der Narr » Gespeichert


"Ich lese meine DSA-Abenteuer im Zug."

Zitat von: Zornhau
Midgard, das soziale und pädagogisch-wertvolle Midgard, da herrschen weniger Konflikte als bei Benjamin Blümchen!
Rezession meint einen Konjunkturabschwung. Was du meinst, ist eine Rezension.
n.a. DeKrit
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...in einer hübschen Box in Thailand.

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DestruktiveKritik

« Antworten #17 am: 12.11.2011 | 20:28 »

Nimm ein System, das es ermöglicht, soziale Konflikte abzubilden und mache Dir Gedanken darum, wie man Detektivgeschichten spannend leitet.
Wenn Du nun kein System spielen willst, das extra darauf ausgerichtet ist, dann musst du selbst ordentlich was beisteuern, denn spannende Detektivgeschichten sind sauschwer zu leiten.

Wenn es schön klassisch planbar etc sein soll, dann nimm das System, das dir am flüssigsten von der Hand läuft, denn die Abenteuer werden deine Aufmerksamkeit brauchen. Sonst wird es viel zu schnell langweilig.

Für Tips zu Detektivabenteuern haben wir auch noch zwei Fäden am Board.
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Der Besserspieler hält seinen eigenen Spielstil in jeder Situation für moralisch überlegen und lässt es andere spüren.

Was juckt's 'ne deutsche Eiche, wenn sich 'ne Sau an ihr reibt?

Die Musikliste - Mach mit!
Fading Suns mit Fate, eine Kampagnenmitschirft
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